Keine knappe Kasse zum Monatsende: 10 Tipps, um im Alltag Geld zu sparen

Viele Menschen beginnen ab der zweiten Hälfte des Monats nachzurechnen, was sie sich alles leisten können und wollen. Doch gespart werden kann eigentlich innerhalb des ganzen Monats. (Foto: pixabay.com © WerbeFabrik (CC0 1.0))
 
In Abwesenheit sollte die Heizung auf Stufe 1 gestellt werden, damit die Wohnung beim Energiesparen nicht auskühlt. (Foto: pixabay.com © geralt (CC0 1.0))
 
Oftmals lassen sich Gegenstände noch reparieren und somit die Kosten für eine Neuanschaffung sparen. (Foto: pixabay.com © TiBine (CC0 1.0))

SERVICE (se/fi) - Bei vielen Menschen besteht ein beträchtlicher Unterschied im Ausgabeverhalten zwischen der ersten und der zweiten Hälfte eines Monats. Oft geschieht dies zu Lasten der eigenen Lebensqualität. Dabei gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, Geld einzusparen, ohne auf etwas verzichten zu müssen. Wir stellen zehn der besten Tipps vor.


1. Ausgaben notieren

Einen Überblick über die Finanzen zu erhalten, ist die Grundvoraussetzung zum Sparen. Nur wer weiß, welche Kosten monatlich anfallen, findet die Stellschrauben, an denen noch gedreht werden kann. Klassischerweise werden dazu Haushaltsbücher genutzt. Diese gibt es in gedruckter Form bei der Verbraucherzentrale oder als Software beziehungsweise als App zum Herunterladen.

2. Unnötige Versicherungen aussortieren

Viele der Deutschen sind überversichert. Es lohnt sich, einen Blick auf die vorhandenen Versicherungen zu werfen und auszusortieren. Die Versicherungen, die jeder haben sollte, sind die Kranken- und Pflegeversicherung sowie die private Haftpflichtversicherung. Bei allen anderen Versicherungen sollte individuell betrachtet werden, ob sie wirklich notwendig sind. Auch hier gibt es unabhängige Ratgeber, wie beispielsweise den Versicherungsratgeber der Verbraucherzentrale.

3. Stromkosten minimieren

Bei der Anschaffung neuer Geräte, sollte auf den Energieverbrauch geachtet werden. Geräte, die im Einkauf günstiger sind, sind oft durch höheren Stromverbrauch im Betrieb mittel- bis langfristig teurer. LED-Lampen rentieren sich meist schon nach zwei Jahren. Dabei sollte bei LED auf die Effizienz geachtet werden, d.h. möglichst viel Helligkeit (Lumen) pro Leistung (Watt) gegeben sein. Viele Geräte verfügen auch über eine Eco-Einstellung, über die zusätzlich Strom gespart werden kann. Um weitere Stromkosten zu sparen, hilft oft auch ein Wechsel des Stromanbieters. Da auf dem Energiemarkt eine hohe Dynamik herrscht, ist ein regelmäßiger Preisvergleich gewinnbringend und fördert teilweise überraschende Ergebnisse zu Tage. Bei einem Vergleich online kann beispielsweise das Klischee, Ökostrom rentiere sich nicht, widerlegt werden. Näheres zu diesem Thema findet sich unter http://www.verivox.de/stromvergleich/. So lässt sich, neben einem Überblick über die allgemeinen Möglichkeiten Strom zu beziehen, auch ein möglichst individuell angepasster Tarif finden. Angeben werden müssen lediglich die heimische Postleitzahl und der jährliche Stromverbrauch in Kilowattstunden oder alternativ die Anzahl an Personen im Haushalt.

4. Heizkosten eindämmen

Bei Neubezug einer Wohnung informiert der Energieausweis über den energetischen Zustand des Gebäudes. Je besser isoliert, desto einfacher lässt sich an den Heizkosten sparen. Um die Heizkraft der Heizung zu optimieren, sollten keine Möbel direkt vor den Heizkörper gerückt werden. Eine Isolationsschicht hinter dem Heizkörper mindert zusätzlichen Wärmeverlust über die Außenwand. Besser als ständiges An- und Ausschalten der Heizung ist es, für eine Grundtemperatur zu sorgen, die dann bei Anwesenheit nach Bedarf erhöht wird. Nützlich sind hier programmierbare Thermostate, die den jeweiligen Raum zur richtigen Zeitpunkt auf die gewünschte Temperatur bringt.

5. Food-Sharing

Wer einen eigenen Garten hat, kann dort selber Kräuter, Gemüse- und Obstsorten anpflanzen. Für diejenigen ohne Garten, gibt es andere lohnenswerte Alternativen. Immer mehr Städte bieten im Rahmen von open gardening Stellen in der Stadt an, an denen essbare Pflanzen angebaut werden. Davon darf sich jeder Bürger für den Eigenbedarf etwas mitnehmen. Wer nicht weiß, wo er solche Möglichkeiten findet, kann online recherchieren und Orte finden, an denen sich beispielsweise Brombeerhecken, Walnussbäume oder Holunderbüsche befinden. In manchen Städten gibt es auch Umsonst-Kühlschränke und Umsonst-Lebensmittelschränke. Diese sind 24 Stunden am Tag zugänglich und jeder kann dort nicht mehr benötigte Lebensmittel hineinstellen oder bei Bedarf herausnehmen.

6. Bücher leihen statt kaufen

Statt immer neue Bücher zu kaufen, lohnt sich der Besitz eines Leihausweises für die Stadtbücherei. Die Kosten sind bei regelmäßiger Nutzung recht gering. Oft führen Büchereien auch aktuelle Zeitungen, Zeitschriften, Spiele und DVDs. Wer Bücher lieber behalten möchte, dem bleiben Trödelmärkte und offene Bücherschränke. Eine Liste der öffentlich zugängigen Bücherschränke, bei denen nach Bedarf Bücher entnommen und dazugestellt werden können, ist hier einzusehen.

7. Mitfahrgelegenheiten suchen

Mobilität ist in unserer Gesellschaft absolut notwendig. Wer rechtzeitig bucht, erhält oftmals noch eine Sparpreis bei der Bahn. Eine gute Alternative sind auch Fernbusse. Mit etwas Glück kostet hier eine Fahrt nur sieben oder acht Euro. Wer mit dem Auto unterwegs sein möchte, sollte Fahrgemeinschaften bilden, um die Kosten für Benzin möglichst gering zu halten. Auf diversen Mitfahrerportalen bieten viele Menschen Mitfahrgelegenheiten an und es besteht auch die Option, selber Fahrten anzubieten. So lassen sich nebenbei noch ein paar Euro dazu verdienen.

8. Reparieren statt wegwerfen

Aus ökologischer und oft auch ökonomischer Sicht, sollte Reparatur immer Vorrang vor einem Neukauf haben. Bei Autoreparaturen sind kleine Werkstätten manchmal günstiger als große, weshalb sich eine Preisabfrage im Vorfeld lohnt. Bei kaputten Fahrrädern, Kaffeemaschinen oder Mixer bieten sich auch Repair-Cafés an. Dort sitzen vor Ort Fachleute, die professionelle Tipps und Anweisungen geben und beweisen, dass Selber-Reparieren Spaß machen kann.

9. Gebrauchte Möbel kaufen

Oftmals lassen sich gut erhaltene, gebrauchte Möbel finden, die deutlich günstiger als neu gekaufte Ware sind. Typisch hierfür sind klassische Flohmärkte, wo oft kleinere Möbel wie beispielsweise Stühle zu finden sind. Die größere Auswahl findet sich jedoch auf digitalen Flohmärkten oder auf lokalen Plattformen für Kleinanzeigen. Läden, die sich auf den Möbelverkauf aus Wohnungsauflösung spezialisiert haben, sind meist etwas teurer als Flohmarktpreise, aber immer noch günstiger als Neupreise. Mit etwas Glück lässt sich jedoch auch dort oder aber auch in einem Antiquitätenladen ein gutes Schnäppchen machen.

10. Kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten finden

Für Sparfüchse, die gerne günstig Urlaub machen, bieten Couchsurfing und Häusertausch interessante Optionen. Hierzu finden sich im Netz passende Portale, auf denen über die ganze Welt verteilt Wohnungen und Häuser angeboten werden. Wichtig ist es aber, sich vorher die Bewertungen der entsprechenden Angebote anzusehen, um die Seriosität des Angebots abzuschätzen und etwas Passendes zu finden. Im Gegenzug zu dieser kostenlosen Leistung muss die Bereitschaft bestehen, die eigene Couch oder das eigene Haus für andere zur Verfügung zu stellen.
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