Kinderwunsch - wenn die Unfruchtbarkeit im Wege steht

Eigentlich ist die Partnerschaft perfekt. Man versteht sich, man liebt sich – jetzt fehlt nur noch ein Kind zum vollendeten Glück. Doch der Weg zum Wunschkind ist nicht immer einfach. In Deutschland ist – aktuellen Zahlen zufolge – etwa jede siebte Partnerschaft von Fruchtbarkeitsproblemen betroffen.

Doch ab wann sollte man einen Arzt konsultieren? Die meisten Mediziner sprechen nach einem Jahr regelmäßigen, aber vergeblichen „Probierens“ von Unfruchtbarkeit (Sterilität) eines Paares. Diese Auffassung orientiert sich an einer Empfehlung, die die Weltgesundheitsorganisation WHO herausgegeben hat.

Seit einiger Zeit gewinnt aber auch die Auffassung der ESHRE (Europäische Gesellschaft für Humane Reproduktion und Embryologie) zunehmend an Bedeutung, die erst nach zwei Jahren erfolglosen Versuchens von Sterilität sprechen will. Die Ursachen für die ungewollte Sterilität vieler Paare sind jeweils zu 40 Prozent beim Mann beziehungsweise bei der Frau zu finden. In 20 Prozent der Fälle liegen bei beiden Partnern Hindernisse für das Eintreten einer Schwangerschaft vor. Als Ursachen kommen eine ungesunde Lebensweise (zuviel Alkohol, Nikotin, Koffein, Übergewicht...), das Alter der Frau, akute und chronische Erkrankungen, angeborene Fehlbildungen oder psychische Ursachen in Betracht.

Ebenso vielfältig wie die Ursachen sind auch die medizinischen Möglichkeiten, ungewollt kinderlosen Paaren doch noch zu ihrem ersehnten Nachwuchs zu verhelfen. In den meisten Fällen reicht eine Behandlung mit Medikamenten oder Hormonen aus. Sind diese Möglichkeiten ausgeschöpft oder liegen die Ursachen für die Sterilität woanders, bietet sich noch die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung an, wie der Invitro-Fertilisation (IVF) oder der Injektion eines Spermiums in die Eizelle (ICSI).


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