Klimabrunnen – eine interessante Alternative zur Klimaanlage

Klimabrunnen: Eine Alternative zur Klimaanlage?! (Foto: © Butch - Fotolia.com)

Klimaanlagen sorgen in den Sommermonaten auch bei hohen Temperaturen für kühle Köpfe – in Wohnräumen ebenso wie in Büros. Dass Klimaanlagen kein „Luxus“ sind, belegen Studien, denen zufolge mit Zunahme der Raumtemperatur das Leistungsvermögen bis auf unter 60 Prozent abfallen kann. Doch nicht jeder kann sich mit dieser gängigen Art der Kühlung anfreunden: So klagen etliche Nutzer über Zugluft und unangenehme Nebengeräusche, darüber hinaus schlagen handelsübliche Klimaanlagen auch durch einen hohen Energieverbrauch zu Buche.

Zuletzt etablierten sich als Alternative zu den die Luft umwälzenden Klimaanlagen immer mehr großflächige Kühlelemente wie z.B. Kühldecken auf dem Markt. Diese verursachen weder Geräusche noch Zugluft, doch ist ihr Wirkungsgrad – vor allem bei erhöhter Raumfeuchte – begrenzt. So muss die Temperatur an der Oberfläche einer Kühldecke so weit über dem Taupunkt der Raumluft liegen, dass die Oberflächenfeuchte unter 80 Prozent relativer Feuchte bleibt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Schimmelpilze entstehen.

Nach ausgiebigen Forschungen haben nun die Experten am Fraunhofer Institut für Bauphysik eine interessante und leistungsfähige Alternative entwickelt: den Klimabrunnen. Dabei handelt es sich um eine im Raum stehende, vertikale Fläche, der genau so viel Wasser oder Kühlflüssigkeit zugeführt wird, dass sich ein gleichmäßiger Flüssigkeitsfilm bildet. An dieser Fläche kühlt nicht nur die Raumluft ab, auch die Wärmestrahlung wird gesenkt. Im Gegensatz zur Kühldecke, deren Vorteile er teilt, kann der neu entwickelte Klimabrunnen jedoch ohne Schwierigkeiten deutlich niedrigere Temperaturen erreichen.

Ökonomische und ökologische Vorteile

Bei einer herkömmlichen Klimaanlage wird der Kühlungseffekt dadurch erzielt, dass ständig unnatürlich gekühlte Luft in den Raum geblasen wird, bis die Temperatur dort bei ca. 20 °C liegt. Um diese Durchschnittstemperatur zu halten, muss sehr viel Energie aufgewendet werden. Das macht Klimaanlagen nicht nur teuer, sondern auch – unter ökologischen Gesichtspunkten – äußerst fragwürdig. Die über den Lizenznehmer GoldenEnergy unter dem Produktnamen "THERMODYNcool" vertriebenen Klimabrunnen dagegen verringern die Temperatur nur um wenige Grad und benötigen dafür deutlich weniger Energie. Da sie die Luft darüber hinaus auch entfeuchten, schaffen sie einen natürlichen Kühlungseffekt, der von den Nutzern als ausgesprochen angenehm empfunden wird.

Und noch ein weiterer Vorteil spricht für die neu entwickelten Klimabrunnen: Die meisten Luftverunreinigungen und Staubpartikel sind an Wassermoleküle gebunden, werden aus der Luft gefiltert und mit der Flüssigkeit abgeführt. Auf diese Weise entsteht ein natürlicher Luftsäuberungseffekt, der das Wohlbefinden erhöht.
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