Konkurrenz durch Online-Handel: Stationäre Einzelhändler müssen umdenken

SERVICE (ak/fi) - Was bringt die Zukunft für den Handel? Während der Online-Handel boomt, fürchten sich lokale Einzelhändler vor einem großen Umsatzrückgang. Doch in Zeiten von Digitalisierung und Facebook, Instagram & Co. muss sich der stationäre Handel anpassen, wenn er mit der Konkurrenz im World Wide Web mithalten möchte.

Technisch umrüsten

Laut dem Magazin Wirtschaftswoche wird in wenigen Jahren jeder vierte Euro online ausgegeben. Viele Einzelhändler stehen der Digitalisierung kritisch gegenüber, denn die meisten sehen in dem technischen Wandel nur den großen Konkurrenten - die Online-Shops, die ihnen die Kunden wegschnappen. Dabei kann auch der stationäre Handel von der Digitalisierung profitieren. Josef Sanktjohanser, Chef des Handelsverbands Deutschland meint: "Der Handel bleibt, aber anders." Darauf müssen sich die Einzelhändler einstellen. Ein erster Schritt, um sich mit technischen Neuerungen zu befassen, ist der Wechsel zu einem digitalen Kassensystem, das alle Aufgaben im Einzelhandel organisiert und somit die Vorgänge beschleunigt. Solche Systeme schließen neben der Kasse und der Warenwirtschaft auch die Buchhaltung ein. So werden in einem Kassenbuch für das iPad, zum Beispiel von INVENTORUM, alle Tagesberichte, Rechnungen und Umsätze gespeichert, die dann direkt per Mail an den Steuerberater versendet werden können. Des Weiteren sind solche Software-Produkte immer auf dem neuesten Stand und entsprechen somit den aktuellen Anforderungen der Kassenrichtlinie E131 (GDPdU). Ein weiterer Schritt für den Einzelhändler wäre es, seine Waren auch im Netz anzubieten und sich ein zweites Standbein durch einen Online-Shop aufzubauen.

Im Internet sichtbar werden

Dem Handelsverband Bayern zufolge wünschen sich 70 Prozent der Kunden Zugang zu kostenlosem WLAN beim Einkaufen. Nachdem die Bundesregierung die Abschaffung der sogenannten WLAN-Störerhaftung genehmigt hat, können die Händler vermutlich noch in diesem Herbst dem Wunsch ihrer Kunden nachkommen. Dadurch ergibt sich gleichzeitig die Möglichkeit, dem Kunden auch mobile Zahlungsmethoden anzubieten und so eine Verbindung zwischen Offline- und Online-Shop zu schaffen. Damit einhergehend, ist es wichtig für die Händler, im Internet vor allem auch im Bereich der Social Media-Kanäle sichtbar zu sein.

Offline mit Online verknüpfen

Weiterhin ist es empfehlenswert, Offline- und Online-Shop kreativ miteinander zu verknüpfen. Beides sollte dem Kunden Mehrwert bieten. So kann der Kunde zum Beispiel durch Rabatt-Aktionen, von denen er online erfährt, aber die er im Laden einlösen kann, in das Geschäft gelockt werden. Oder man macht es wie die Drogeriekette dm: Auf deren Website ist es möglich, verschiedene Produkte zum Beispiel mit Fotos zu personalisieren. Das Ergebnis kann sich der Kunde dann in eine Wunschfiliale liefern lassen und spart somit Versandkosten. Auch viele Bekleidungsläden bieten ihren Kunden an, online zu bestellen und ihre Ware dann im Laden vor Ort abzuholen und zu bezahlen.


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