Mangelnden Praxisbezug im Studium ausgleichen: So sammeln Studenten Praxiserfahrungen

SERVICE (ak/fi) - Die meisten Erstsemester betreten den Hörsaal in der Hoffnung, schon bald jede Menge für das Leben nach der Schule zu lernen, um perfekt vorbereitet ins Berufsleben starten zu können. Doch die Praxis sieht oft anders aus. Zwar sind Absolventen in der Theorie meist sehr gut ausgebildet, doch immer wieder beklagen Studierende die fehlende Praxis in diversen Studiengängen.

Laut einer Umfrage wünschen sich vier Fünftel der Befragten mehr Praxisbezug im Studium und sprechen sich sogar für Pflichtpraktika aus. Besonders den geisteswissenschaftlichen Fächern fehlt es an Praxisbezug während des Studiums. Deshalb müssen sich Studierende selbst darum kümmern. Welche Möglichkeiten sich während des Studiums anbieten, haben wir kurz zusammengefasst:

Praktika während des Studiums

Die am weitesten verbreitete Möglichkeit unter Studierenden, sich während des Studiums in einem Unternehmen Praxis-Kenntnisse anzueignen, ist das Praktikum. Doch mit Einführung des Mindestlohns am 1. Januar 2015 ist es relativ schwierig geworden, an einen Praktikumsplatz zu kommen, insofern es sich nicht um ein Pflichtpraktikum handelt. Wer kein Pflichtpraktikum absolvieren muss, aber dennoch einen Platz sucht, hat mittlerweile schlechte Karten. Denn die Unternehmen sind verpflichtet, den Praktikanten, die kein Pflichtpraktikum absolvieren, den Mindestlohn zu zahlen. Gerade im Verlagswesen, beim Radio oder beim Fernsehen sind viele kleine Firmen dazu jedoch nicht in der Lage und stellen nur Studierende ein, die ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen.

Uni-Wettbewerbe nutzen

Wer auf der Suche nach einer Herausforderung ist und sich außerdem noch etwas dazu verdienen möchte, sollte sich nach Uni-Wettbewerben umschauen. Diese werden regelmäßig von Firmen oder Organisationen ausgeschrieben. Sie geben Studierenden die Möglichkeit, ihr an der Universität erworbenes Wissen in die Praxis umzusetzen. So auch beim vom Internetdienstanbieter Strato veranstalteten "Uniwettbewerb – Erfindergeist!", bei dem Studierende ein eigenes Plug-In programmieren und somit eine bestehende Lücke beim Content Management System WordPress schließen sollen. Für die ersten drei Gewinner locken Geldpreise und sogar echte Goldbarren. Mehr Informationen findet man hier. Doch auch viele weitere derartige Wettbewerbe auch für andere Praxisbereiche werden regelmäßig ins Leben gerufen.

Learning by doing: Im Hobby Erfahrungen sammeln

Außerdem kann man sich in seiner Freizeit mit Dingen beschäftigen, die einen interessieren und somit praktische Erfahrungen sammeln. Sei es in Form eines privaten Blogs, für den man Designs entwirft, Bilder bearbeitet und Inhalte erstellt, oder eines YouTube Kanals, für den man Videos dreht, schneidet und bearbeitet. Hierbei kann man sich auch um die Social-Media-Präsenz kümmern und somit im Bereich Online- und Social-Media-Marketing Erfahrungen sammeln.




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