Markt für Online-Dating wächst und wird vielfältiger

SERVICE (ak/fi) - Online die große Liebe suchen? Das war noch vor zehn Jahren die absolute Ausnahme. Inzwischen ist der Markt für Online-Dating jedoch rasant gewachsen. Die digitale Suche nach dem Liebesglück hat sich von einer Ausnahmeerscheinung zu einer der wichtigsten Optionen für die Partnersuche entwickelt – das zeigen aktuelle Marktdaten. Neben dem Wachstum des Marktes ist vor allem eine zunehmende Verbreiterung des Angebots zu beobachten – doch nicht jede Plattform eignet sich für jeden Suchenden. Unser Beitrag gibt einen Überblick.

2014: Umsatz von 191,6 Millionen Euro

Allein anhand des Umsatzes lässt sich ablesen, dass Online-Dating zu einem Massenphänomen geworden ist, das längst jede Altersgruppe betrifft: Denn schon seit 2010 liegt der Jahresumsatz der Dating-Branche in Deutschland auf einem relativ konstant hohen Niveau. Nur nachdem im Jahr 2011 der Markt für Online-Dating seinen bisher höchsten Umsatz von 202,8 Millionen verzeichnen konnte, schrumpfte der Markt in den folgenden zwei Jahren bis 2013 auf 185,8 Millionen Euro. Wie aus dem Marktbericht des Portals singleboersen-vergleich.de hervorgeht, konnte sich die Branche ab 2014 in Deutschland wieder erholen und erneut einen Zugewinn von rund 6 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. So ergibt sich für 2014 ein Umsatz von 191,6 Millionen Euro. Vorwiegend die großen Anbieter sind laut Einschätzung von Singlebörsen-Vergleich für die Umsatzsteigerung verantwortlich. Doch zu den längst etablierten Partnerbörsen und -vermittlungen gesellen sich inzwischen auch unverbindliche Flirtportale oder Plattformen, die gezielt die Suche nach Sexbekanntschaften ermöglichen wollen – eine echte Konkurrenz?!

Flirtportale, Partnervermittlung oder Singlebörse?

Eher nicht. Der Markt hat sich zwar enorm ausdifferenziert – mittlerweile werden rund 2.500 verschiedene deutschsprachige Plattformen gezählt –, ermöglicht aber trotzdem ein Bestehen der verschiedenen Anbieter nebeneinander. Schließlich sprechen alle Seiten spezifische Zielgruppen an: Wer etwas Dauerhaftes oder sogar die große Liebe sucht, ist bei seriösen Partnervermittlungen besser aufgehoben – das konstatiert auch dieser Ratgeber von parship.de. Flirtportale sind demgegenüber eher für unverbindliche Kontakte geeignet. Neben den verschiedenen Ausrichtungen der Portale machen auch die Nutzer selbst den Unterschied. Bei zumeist kostenpflichtigen Partnervermittlungen wird aktiv vom Nutzer ein ernsthaftes Interesse für eine feste Partnerschaft bekundet, Flirtportale hingegen erreichen mit ihrer Strategie eines kostenlosen Einstiegs vor allem Nutzer, die tatsächlich auf unverbindliche Flirts aus sind.

Das spiegelt sich auch bei der Altersverteilung wider: Die Datingexpertin Melissa Bader vom Vergleichsportal zu-zweit.de erklärt in diesem Interview, dass die eher unverbindlichen Singlebörsen "vor allem von Nutzern zwischen 18 und 25 Jahren genutzt" werden. Bei den Vermittlungen liegt das Durchschnittsalter laut Bader zwischen 25 und 35 Jahren – also einem Alter, in dem eher längerfristige Partnerschaften gesucht werden. Noch älter ist der Durchschnitt beim Casual Dating für Sexbekanntschaften, hier sollen die Nutzer häufig über 35 Jahre alt sein. In Anbetracht dieser Verteilung wird schnell ersichtlich, dass die Plattformen nebeneinander bestehen können. Für den Nutzer ist aber wichtig, die Unterschiede zu kennen und die richtige Plattform zu wählen – dann steht einer erfolgreichen Partnersuche im Netz nichts mehr im Wege.




Bildrechte: Flickr Overlooking the lake deveion acker CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.