Naturholz für ein gemütliches Zuhause

Ein knisternder Scheit im Kamin ist für viele Menschen mit Gemütlichkeit und Entspannung verbunden. Aber man muss Holz für ein angenehmes Befinden nicht zwangsläufig anzünden. Schließlich gilt das Baumgut seit jeher als Baustoff Nummer Eins. Ganze Häuser lassen sich, auch heute noch, mit dem festen Werkstoff auf natürliche Weise errichten. Und auch im Innenbereich ist Holz beliebt wie schon seit Jahrhunderten.

Mehr als nur Schrank und Tür

Neben Türen, Fensterrahmen und Bodenbelägen wie Parkette wird Holz vor allem in der Möbelstückproduktion eingesetzt. Nahezu alle Dinge der Wohnungs- und Hauseinrichtung können aus Holz gefertigt werden. Tische und Schränke, aber auch außergewöhnliche Stücke wie speziell imprägnierte Holzbadewannen, die mit den Waschzubern aus alten Tagen noch kaum etwas gemein haben. Durch seine Variabilität ist Holz in nahezu alle Formen und Größen zu bringen. So werden Einbauschränke vom Schreiner exakt an entsprechender Stelle platziert.

Die vielen Gesichter von Holz

Holz ist nicht gleich Holz. Waren alte Möbelstücke aus schweren Vollholzstücken gezimmert, kamen im Laufe der Zeit weitere Varianten auf dem Markt. Sperrholz, ein aus mindestens drei Schichten gepresster Verbundstoff, wird bei Schrank- und Regalbau verwendet. Durch die Kompression oft weniger hochwertiger Holzelemente, haben Sperrholzplatten im Vergleich zu gleichgroßem Vollholz deutlich weniger Gewicht. Ähnlich sind die im Möbelbau beliebten Spanplatten. Sie bestehen aus unterschiedlich großen, beleimten Spänen, die in zumeist drei bis fünf Schichten zu Mehrschichtplatten verpresst werden. Die äußeren Schichten bestehen dabei fast immer aus dem feineren Spanmaterial, insbesondere wenn sie, wie im Möbelbau, zu dekorativen Zwecken beschichtet werden müssen. Da bei Pressplatten die massive Holzstruktur durch die einzelnen, verklebten Späne aufgehoben ist, haben diese Platten eine wesentlich geringere Festigkeit als Vollholz. Da jegliche Art von Holz zu den benötigten Spänen verarbeitet werden kann, sind Pressplatten die günstigste Holzvariante. Für die Optik werden dann holzähnliche Zierfolien auf die Platten geleimt.

Die richtige Pflege

So unterschiedlich Holz sein kann, ist auch die Pflege der einzelnen Arten. Grundsätzlich gilt für alle Varianten: Nicht zu feucht reinigen! Holz kann je nach Oberflächenbehandlung durch zu viel Wasser unansehnlich aufquellen. Tischplatten vertragen zwar durch eine industriell aufgetragene Schutzschicht mehr Feuchtigkeit als andere Holzmöbel. Aber auch hier ist Wasser sparsam einzusetzen. Am besten sind spezielle Holzreinigungsmittel aus dem Fachhandel, deren Inhaltsstoffe sich nicht auf die Form und Struktur des Holzes auswirken. Lackierte Flächen sollten nur mit sehr weichen Tüchern und milden Mitteln ohne Scheuereffekt gereinigt und gepflegt werden, um den Lack nicht zu beschädigen. Bitte bedenken: Holz arbeitet auch nach Jahren noch, kann also durch verlorene Feuchtigkeit z.B. die Form leicht verändern.


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