Ökologisch wohnen – der Umwelt, der Gesundheit und dem Geldbeutel zuliebe

Ökologisches Wohnen umfasst eine Vielzahl an Aspekten – von ökologisch unbedenklichen Baumaterialien und Möbeln über eine effektive Energienutzung bis hin zu einem Hinterfragen von liebgewonnenen, der Umwelt jedoch wenig zuträglichen Gewohnheiten.

Am einfachsten ist das ökologische Wohnen natürlich, wenn man von Grund auf ein entsprechendes Haus baut. So ist es mit modernen Baustoffen und entsprechenden Techniken möglich, so genannte „Null-CO2-Häuser“ zu bauen. Andere Optionen sind „Passivhäuser“, „Niedrig-“ oder „Null-Energie-Häuser“, die beispielsweise in der Jahresbilanz keine Energie zum Heizen, für Warmwasser oder eben einfach fürs Leben im Haus benötigen. Bei „Energiegewinnhäusern“ wird sogar ein Energieüberschuss erzielt, der die Haushaltskasse füllt und dazu beitragen kann, den Kredit schneller zu tilgen. Welche Option im Einzelfall die beste ist, lässt sich im Rahmen von Beratungsgesprächen ermitteln.

In jedem Fall spielt die Verwendung der richtigen Baustoffe eine ganz wichtige Rolle für ein ökologisches, das heißt ebenso gesundes wie umweltbewusstes Wohnen. So sollte beim Hausbau darauf geachtet werden, dass möglichst keine mit Schadstoffen belasteten Produkte zum Einsatz kommen. In jüngster Zeit findet in diesem Zusammenhang eine Rückbesinnung auf traditionelle, zuletzt aber in Vergessenheit geratene Baustoffe wie z.B. Lehm statt, der mühelos mit anderen, modernen Materialien wie Naturstein aber auch Stahl und Beton kombiniert werden kann.

Bis zu 50 Prozent Energiekosten sparen

Ein ganz zentraler Punkt ist beim ökologisch ausgerichteten Wohnen die Energie. Hier lassen sich – einer Studie des Umweltbundesamtes zufolge – mit einem sinnvollen Mix aus Energiesparen, Verbrauchsoptimierung und Einsatz erneuerbarer Energien ohne Komfortverlust rund 50 Prozent an Energiekosten vermeiden. Dies reicht von einem bewussten Umgang mit Heizung und Haushaltsgeräten über den Austausch von Energiefressern und den Einbau einer modernen Heizungsanlage bis hin zum Einsatz von Photovoltaik-, Solarthermie- oder Holzpellet-Anlagen. Ein großes Einsparpotential lässt sich auch durch den Einsatz von Wärmeschutz-Isolierglas und modernen Dämmstoffen an der Fassade erzielen. Auf diese Weise kann auch bei älteren Immobilien und Mietobjekten eine Energiewende vollzogen werden – und dies auch mit staatlicher Unterstützung aus den unterschiedlichsten Fördertöpfen.

Nicht zu unterschätzen sind jedoch auch individuelle Gewohnheiten, in deren Änderung ein gehöriges Potential steckt. Vor allem beim Heizen kann man eine Menge Energie und damit auch Geld sparen, ohne gleich frieren zu müssen. So senkt bereits ein Grad weniger die Heizkosten um rund sechs Prozent. Auch beim Lüften kann man eine Menge falsch bzw. richtig machen: mehrmals täglich bei abgedrehter Heizung für zehn Minuten Stoßlüften sorgt dafür, dass das Geld nicht zum (gekippten) Fenster „hinaus geheizt“ wird. Und wer statt ein Vollbad zu nehmen lieber einmal unter die Dusche springt, spart ebenso bares Geld wie derjenige, der statt mit der Hand zu spülen lieber sinnvoll einen Geschirrspüler verwendet.
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