Orthopädie und Unfallchirurgie

Erkrankungen oder Verletzungen der Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellen bereits heute weltweit die häufigsten Ursachen für chronische Schmerzen und körperliche Beeinträchtigungen dar. Hierzulande sind jede sechste Krankenhausbehandlung und jede dritte stationäre Operation auf Grund von Problemen der Haltungs- und Bewegungsorgane nötig.

Mehrbedarf durch demografischen Wandel

Bereits heute leiden allein in Deutschland mehr als 30 Millionen Menschen unter behandlungsbedürftigen Erkrankungen der Bewegungsorgane. Die zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung bei gleichzeitig steigendem Aktivitätsanspruch lässt dabei für die Zukunft eine überproportionale Zunahme degenerativer Erkrankungen wie z.B. Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, Osteoporose und Arthrose erwarten. Dazu kommt rund eine halbe Million häuslicher Unfälle pro Jahr, von denen wiederum mehr als die Hälfte zu osteoporosebedingten Frakturen bei alternden Menschen führt. Die Volkskrankheit Osteoporose hat neben den Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus bereits heute eine unübersehbare gesundheitspolitische Dimension. Entsprechendes gilt auch für hunderttausende Patienten mit notwendigen gelenkersetzenden Operationen einschließlich der vorhersehbaren Wechseloperationen in einer immer älter werdenden Gesellschaft.

Doch nicht nur ältere Menschen bedürfen der Hilfe durch Fachärzte und Fachärztinnen für Orthopädie und Unfallchirurgie. So treten Jahr für Jahr beispielsweise rund 1,25 Millionen orthopädisch-unfallchirurgisch versorgungspflichtige Sportunfälle auf, und es sind knapp 400.000 Verkehrsunfälle mit Personenschaden (darunter etwa 30.000 Schwerverletzte) zu verzeichnen. Vor diesem Hintergrund kommt dem Fachgebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie eine immer weiter wachsende Bedeutung zu.


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