Parfums und mehr: Wie Düfte auf uns wirken

SERVICE (ak/fi) - Fünf verschiedene Sinne stehen dem Menschen dafür zur Verfügung, Umwelteinflüsse wahrzunehmen. Gleichzeitig kann man einige dieser Sinne beim Gegenüber dafür nutzen, die eigene Ausstrahlung zu verstärken: Über die Wahl der Kleidung kann man zum Beispiel beeinflussen, wie man vom anderen wahrgenommen wird. Das Gleiche gilt für den Geruchssinn: Mit dem passenden Duft kann man einiges bewegen.

Die Macht des Duftes

Düfte haben eine stärkere Wirkung auf Emotionen und Befinden, als man vielleicht denken mag – und eine extrem große Bandbreite an Düften gibt es außerdem: Eine Billion verschiedene Düfte kann der Mensch wahrnehmen. Das ist ein sehr buntes Spektrum, das wesentlich größer ist als etwa jenes der Farben, die das menschliche Auge unterscheiden kann: Das sind nämlich durchschnittlich nur ca. 200.

Der Geruchssinn hat dabei viele verschiedene Funktionen: Die Übelkeit, die man verspürt, wenn man verdorbenes Essen riecht, ist zum Beispiel ein Alarmsignal. Besonders wichtig ist auch die soziale Komponente, denn Düfte wirken sich auch darauf aus, wie man andere Menschen wahrnimmt. Dass das so ist, wussten schon die alten Ägypter vor Tausenden Jahren, ebenso wie die Araber und Römer. Schon damals nutzte man Parfums, deren Hauptbestandteil Räucherstoffe waren – daher rührt auch die Bezeichnung "Parfum", was frei aus dem Lateinischen übersetzt so viel bedeutet wie "durch Rauch".

Statement oder Lockstoff?

Heute bestehen Parfums aus Alkohol, destilliertem Wasser und einem kleinen Anteil an natürlichen oder synthetischen Duftstoffen. In den letzten Jahren geriet es zum Trend, zusätzlich noch Pheromone beizumischen. Das sind menschliche Sexuallockstoffe, die dafür sorgen sollen, dass andere den Parfumträger als attraktiver empfinden. Allerdings legen neue Studien nahe, dass dies nicht viel mehr ist als ein leeres Werbeversprechen – es funktioniert nicht.

Dennoch wird man von seiner Umwelt in bestimmter Weise wahrgenommen, wenn man Parfum trägt – für fast alle Anlässe gibt es den passenden Duft. Wer als Dame einen zeitlosen Duft bevorzugt, macht mit dem Klassiker Chanel Nº 5 definitiv nichts falsch. Wer dagegen einen von der Natur inspirierten, puristischen Duft bevorzugt, für den sind zum Beispiel die Düfte des japanischen Labels Issey Miyake einen Blick wert.

Ein "Richtig" oder "Falsch" gibt es bei der Auswahl übrigens nicht – Geschmäcker sind schließlich ähnlich vielfältig wie die Gerüche, die man wahrnehmen kann.



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