Plastische und ästhetische Chirurgie

Das Wort „Schönheitschirurgie“ ist jedem geläufig. Weitgehende Unkenntnis herrscht indes über die Begriffe „ästhetische Chirurgie“, „plastische Chirurgie“ oder gar „ästhetisch-plastische Chirurgie“.

Kein Phänomen unserer Zeit

Die plastische Chirurgie beschäftigt sich aus funktionellen oder ästhetischen Gründen mit formverändernden oder wiederherstellenden Eingriffen an Organen oder Gewebeteilen. Ziel ist es, die Körperform und sichtbar gestörte Körperfunktionen wieder herzustellen oder zu verbessern. Unter der ästhetischen Chirurgie fasst man dagegen formverändernde Eingriffe zusammen, deren Indikationen nicht medizinisch, sondern ausschließlich durch den Wunsch des Patienten bzw. der Patientin bestimmt ist. Vorrangiges Ziel dieser Eingriffe ist die Verbesserung des Erscheinungsbildes. Die rekonstruktive Chirurgie hingegen stellt beispielsweise durch Verletzungen, Unfälle oder Tumorentfernungen verlorengegangene Funktionen des Körpers operativ wieder her. Die plastische Chirurgie schließlich ist kein Phänomen unserer Zeit, denn bereits im Indien des 6. oder 7. Jahrhunderts v. Chr. war es Heilkundigen gelungen, eine verloren gegangene Nase mittels einer Hautverschiebeplastik zu ersetzen – in vorchristlicher Zeit unterzogen sich Patienten übrigens ohne Narkose und ohne sichere Operationsmethoden einem solchen Eingriff.

Das Motiv war jedoch immer schon der Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung, die nur durch eine Wiederherstellung des von der Gesellschaft akzeptierten Menschenbildes erlangt werden konnte. Ein Beweggrund, der bis heute eine wichtige Rolle bei plastischen und ästhetisch-plastischen Eingriffen spielt.

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