Prostatakrebs – Vorsorge und Erkennung

In Deutschland werden pro Jahr etwa 40.000 neue Fälle von Prostatakrebs entdeckt. Dieser ist seit ein paar Jahren der am zweithäufigsten diagnostizierte bösartige Tumor beim Mann und tritt vor allem jenseits der Lebensmitte auf. Der Häufigkeitsgipfel liegt heute bei etwa 65 Jahren.

Das Problem bei der Erkennung von Prostatakrebs besteht darin, dass es leider keine Symptome gibt, die schon frühzeitig auf eine Erkrankung hinweisen. Der Betroffene stellt also zunächst gar nichts fest, sondern bemerkt Beschwerden erst dann, wenn der Tumor bereits so groß geworden ist, dass er auf die Harnröhre übergreift bzw. diese verengt. Umso wichtiger ist daher die Prostatavorsorgeuntersuchung, die jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich vornehmen lassen sollte.

Prostatakrebs-Symptome können sein:

• Schwierigkeiten beim Beginn des Urinierens
• Urinieren nicht möglich (Harnverhalt)
• häufiger bzw. übermäßiger Harndrang
• schwacher und / oder unterbrochener Harnfluss
• unvollständige Blasenentleerung
• Blut in der Samenflüssigkeit oder im Urin
• schmerzhafte Ejakulation
• verminderter Samenerguss
• schwache Erektion oder sogar Impotenz

Beschwerden beim Urinieren sind jedoch noch längst kein Grund zur Beunruhigung. Sie können durchaus auch von einer gutartigen Prostatavergrößerung herrühren, an der etwa neun von zehn Männern in höherem Lebensalter leiden.

Die wissenschaftlichen Daten über die Rolle der Ernährung bei der Entstehung von Prostatakrebs sind derzeit noch nicht ausreichend beweiskräftig. Zahlreiche Untersuchungsergebnisse legen jedoch nahe, dass Ernährung und Lebensführung auch beim Auftreten von Prostatakrebs eine wichtige Rolle spielen.

Tipps für eine gesunde Prostata:

• Kein Nikotin! Alkohol in Maßen und mit Genuss, am besten Rotwein.
• Regelmäßige körperliche Bewegung in gesunder Umgebung.
• Vermeidung von (starkem) Übergewicht.
• Bewusste Ernährung mit täglich frischem Obst oder Gemüse, wenig Fleisch und viel Fisch sowie täglich ungefähr zwei Liter Flüssigkeit.
• Jährlich einmal eine Prostatavorsorgeuntersuchung vornehmen lassen.

Denn für alle Krebsarten, aber im besonderen für den Prostatakrebs gilt, dass die Chancen einer kompletten Heilung durch eine entsprechende Therapie umso größer sind, je früher die Diagnose gestellt wird.


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