Reizvoller „Eye-Catcher“: Naturstein als Wandverkleidung

Tapeten, Putz und Farbe kennt man vor allem, wenn es um die Gestaltung von Innenwänden geht. Voll im Trend liegen derzeit aber auch rustikale Wandverkleidungen aus Stein, die Natur, Gemütlichkeit und nicht zuletzt auch eine gehörige Portion Urlaubsgefühl ins Haus bringen. Darüber hinaus zeichnet sich Naturstein durch eine Vielzahl an Vorteilen aus: Er ist natürlich, langlebig, ausgesprochen pflegeleicht und erweist sich auch als sehr guter Wärmeleiter. Durch die Vielfalt an Farben und Strukturen passen Wandverkleidungen aus Stein dabei ebenso zu einer modernen Einrichtung wie auch zu einem eher traditionellen Stil. Hat man früher entweder die Ziegelschicht der Originalwand freigelegt oder kantige Steine aufeinander geschichtet, so bieten sich heutzutage völlig neue Möglichkeiten, die Wand mit Steinen oder in Steinoptik zu gestalten.

Vielfältige Materialien und Strukturen

Für Wandverkleidungen wird der Naturstein in wenige Zentimeter dicke Schichten aus großen Platten geschnitten und auf Wunsch mit großflächigen Dekoren versehen. Nicht selten wird er aber auch in Form von so genannten Riemchen angebracht, welche rustikal aussehend und bruchrau, aber auch als feine, in Streifen geschnittene Flachverblender angeboten werden. Der Vorteil dieser Naturstein-Riemchen besteht vor allem darin, dass die Verblendsteine wegen der geringen Stärke leicht zu verarbeiten sind und nach der Verlegung und Verfugung wie massiv verlegte Mauersteine aussehen.

Strukturwände aus Marmor, Kalk oder Schiefer

Da die meisten Materialien wasserfest und UV-beständig sind, ist eine Verkleidung nicht nur in den Wohnräumen, sondern auch in Bad oder Küche problemlos. Vor allem im Bad stellt Marmor traditionell eine wertige, aber nicht selten auch kostspielige Alternative zu herkömmlichen Fliesen dar.

Vom Grundmaterial her vergleichbar ist Kalkstein, der sich von Marmor vor allem durch seine Oberfläche unterscheidet. Denn Kalkstein wird oftmals mit matten Oberflächen verwendet, z.B. bruchrau, angeschliffen, geschliffen oder gebürstet. Von den Farben her reicht das Spektrum von Cremeweiß über Beige, Braun und Gelb bis hin zu Grau, Anthrazit und Schwarz. Auch diese Vielfalt trägt dazu bei, dass sich Naturkalkstein aktuell größter Beliebtheit erfreut – nicht zuletzt wenn es darum geht, ein wertiges Bad zu gestalten oder auch in einem Wohnraum reizvolle Akzente zu setzen.

Auch Schiefer, der mit der Internationalisierung des Natursteinhandels in immer neuen Farben und Farbschattierungen angeboten wird, eignet sich vorzüglich zur Wandgestaltung. Durch seine gute Spaltbarkeit wird er in Form dünner Platten oder Fliesen angeboten, wobei die Oberflächen sehr unterschiedlich sind und von fast ebenen Flächen bis hin zu aufregend rauen und unebenen Strukturen reichen. Tolle optische Ergebnisse lassen sich aber auch mit poliertem Granit, Basalt, Sandstein und vielen weiteren Steinarten erzielen.

In jedem Fall gilt jedoch: Da die Strukturwand die Funktion eines „Eye-Catchers“ bzw. „Hinguckers“ erfüllt, sollte sie bei Wohnräumen nur auf einer Fläche eingesetzt werden. Am besten eignet sich dabei die dominanteste Wand im Raum, die Fenster sollten am besten seitlich oder gegenüber der Natursteinwand liegen, wodurch das Licht- und Schattenspiel der Strukturwand betont wird. Verwendet man zu viel Naturstein an den Wänden, so beeinflusst dies in der Regel die Raumwirkung negativ, der unvergleichliche Charme des Steins kann gegebenenfalls verloren gehen.


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