Safety First: Das gibt es bei der Auswahl von Arbeitsbekleidung zu beachten

Sollte nicht nur sicher, sondern auch bequem sein: Die Arbeitskleidung. (Foto: pixabay.com ©voltamax)

SERVICE (se/fi) - Gerade in handwerklichen Berufen geht nichts ohne sie, die richtige Arbeitsbekleidung. Die Kleidung soll dabei jedoch nicht nur vor Verletzungen schützen, sondern außerdem bequem sein – schließlich muss man täglich mindestens acht Stunden darin arbeiten. Was man daher bei der Auswahl der richtigen Arbeitsbekleidung beachten sollte, erklärt dieser Beitrag.



Die richtige Arbeitskleidung ist auch für Heimwerker von Vorteil

Gleich vorab: Nicht nur Profis sind mit der richtigen Arbeitsbekleidung gut beraten, auch Heimwerker tun sich einen Gefallen, wenn sie Kleidung tragen, die sie vor Unfällen und Verletzungen schützt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass sich pro Jahr ungefähr 250.000 Heimwerker beim werkeln in den eignen vier Wänden verletzen – und das sind nur die Fälle, die gemeldet worden sind. Man darf also davon ausgehen, dass die Zahl der tatsächlichen Unfälle noch viel höher liegt. Grund genug, sich sowohl als Profi, als auch als Hobby Heimwerker mit der richtigen Arbeitskleidung zu beschäftigen.


Was muss gute Arbeitskleidung leisten?

Die richtige Arbeitskleidung soll so beschaffen sein, dass sie ihren Träger vor Verletzungen und Unfällen schützt. Aus diesem Grund gibt es für die verschiedenen Tätigkeiten auch jeweils andere Kleidung. Handwerker, die mit Holz arbeiten und dazu beispielsweise Werkzeuge wie eine Kettensäge benutzen, sollten eine spezielle Schnittschutzhose sowie Sicherheitsschuhe mit einer Stahlkappe tragen, um die schlimmsten Unfälle zu vermeiden. Arbeitsschutzhosen gibt es in vielfachen Ausführungen, so dass für jedes Unterfangen die richtige Bekleidung zu finden ist. Auch Handschuhe, die einen sicheren Grip erleichtern und die Hände schützen können, gehören zu einer guten Ausstattung dazu. Bei Arbeiten über dem Kopf, oder auch mit herumfliegenden Teilen wie Spänen, sollte man eine geeignete Schutzbrille nicht vergessen.

Daneben sollte gute Arbeitskleidung aber auch praktisch und funktional sein. Viele Taschen, in denen man Werkzeuge oder auch Zubehör wie Nägel, Schrauben, Dübel und einen Zollstock verstauen kann, sind in jedem Fall empfehlenswert.
Außerdem sollte man auf eine ausreichende Leibhöhe bei Hosen achten, damit sie fest und bequem sitzen und ihre Funktion erfüllen können. Ebenfalls beliebt ist hier die Variante der Latzhose, die sowohl die Beine als auch den Oberkörper nahtlos schützt.

Die Alternative zur Latzhose: Die Arbeitsweste

Wem eine Latzhose nicht gefällt, oder wer sie zu unpraktisch findet, der kann auch auf spezielle Arbeitswesten umsteigen, um einen warmen Rücken zu behalten. Diese Westen zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Oberkörper wärmen und dem Träger gleichzeitig eine Menge Bewegungsfreiheit geben. Denn anders als bei Arbeitsjacken, die manchmal an den Ärmel etwas einengen können, hat man mit einer Arbeitsweste dieses Gefühl nicht. Zudem bieten sie noch einen weiteren Vorteil: Da die Ärmel an einer Weste fehlen, fällt auch die Gefahr weg, dass man damit irgendwo hängen bleibt und sich womöglich dadurch noch verletzt.

Daneben sind Arbeitswesten auch sehr praktisch, denn die meisten sind mit Taschen ausgestattet, in denen man Dinge unterbringen kann, die man schnell zur Hand haben will. Da das nicht nur in der kalten Jahreszeit von Vorteil ist, gibt es Arbeitswesten nicht nur in der gefütterten Ausführung für Herbst und Winter, sondern auch ungefüttert für den Frühling und Sommer. So kommt man nicht ins Schwitzen und kann trotzdem von einer praktischen Arbeitsweste profitieren.


Diese Materialien eignen sich für Arbeitskleidung besonders gut

Arbeitskleidung soll schützen und besonders bei Arbeiten an der frischen Luft auch wärmen, den Träger aber nicht ins Schwitzen bringen. Daher ist es sehr wichtig, dass man bei Arbeitsbekleidung auf die verwendeten Materialien achtet. Spezielle Funktionsmaterialien, die atmungsaktiv sind, sind am besten geeignet. Diese halten warm und geben dem Körper gleichzeitig die Möglichkeit, Schweiß und zu überschüssige Wärme nach Außen abzuleiten. Gerade bei Arbeiten im Freien sollte die Arbeitskleidung nicht nur atmungsaktiv, sondern auch wasserabweisend sein. In der Regel hat man nämlich keine Hand frei, um einen Regenschirm zu halten und herkömmliche Regenbekleidung erfüllt nicht die Vorgaben an den Arbeitsschutz, an die sich Handwerker halten müssen.

Bei Arbeitskleidung auf pflegeleichte Materialien achten

Ganz klar: Kleidung, die zum Arbeiten getragen wird, wird auch schnell schmutzig. Farb- und Ölflecken sind keine Seltenheit auf Arbeitsbekleidung. Daher ist es auch wichtig darauf zu achten, dass sich die Kleidung unproblematisch waschen lässt, denn an Arbeitskleidung, die man nur im Schonwaschgang waschen kann, wird man vermutlich nicht lang Freude haben. Pflegeleichte und strapazierfähige Materialien sind daher bei Arbeitsbekleidung ein Muss. Und wer auf Nummer Sicher gehen will, kann bereits beim Kauf der Arbeitskleidung darauf achten, dass sie schmutzabweisend ist, oder eine besondere Beschichtung besitzt, die sie länger sauber hält.

Auf den richtigen Sitz der Kleidung kommt es an

Um vor Unfällen und Verletzungen schützen zu können, muss die Kleidung auch richtig sitzen. Ist sie nämlich zu eng, kann man sich nicht richtig darin bewegen und geht so unnötiger Weise ein Risiko ein, sich zu verletzen. Aber auch zu groß geratene Arbeitskleidung ist nicht zu empfehlen, da sich beispielsweise zu lange oder weite Ärmel schnell in Maschinen oder Maschinenteilen verfangen können.
Daher sollte man sich beim Kauf von Arbeitskleidung nicht nur auf die Größenangaben der Hersteller verlassen, sondern auch selbst nachmessen. Viele Hersteller bieten auf ihren Seiten die Möglichkeit an, sich die genauen Maße der Bekleidung anzusehen und geben Tipps zum nachmessen. Trotzdem sollte man die Kleidung immer einmal anprobieren, bevor man sie zum Arbeiten trägt, um auch wirklich sicher zu gehen, dass sie auch so sitzt, dass man gut darin arbeiten kann.
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