Sicherheit und Sitzqualität im Büroalltag können Erkrankungen vorbeugen

Die richtige Büroausstattung kann Schädigungen an Wirbelsäule und Muskulatur verhindern. (Foto: KAISER+KRAFT GmbH)
 
Die richtige Sitzposition im Büro verhindert Schäden im Rücken. (Foto: KAISER+KRAFT GmbH)

SERVICE (ta/fi) - Da Büroarbeit stets mit gewissen psychischen wie auch physischen Belastungen verbunden ist, ist aktiver Gesundheitsschutz in sämtlichen Büros zwingend erforderlich. Nur so können Ausfallzeiten bei Mitarbeitern in Büros, die derzeit bei etwa 25 Prozent liegen, durch Skelett- und Muskelerkrankungen verringert oder mindestens deutlich gesenkt werden.

Ausreichend Bewegungsfreiheit dient der physischen Gesundheit

So muss zum Beispiel die Fläche des dauerhaften Arbeitsplatzes mindestens 1,50 Quadratmeter umfassen, um ausreichend Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Dies bedeutet, dass die Breite sowie die Tiefe der Arbeitsplatzfläche immer mindestens 1,00 Meter betragen muss und nicht von anderen Flächen überlagert werden darf.

Um den Beinen unverstellten Freiraum an einem Einflächen-Arbeitsplatz zu bieten, bedarf es ein Minimum von 1,60 Metern in der Breite und idealerweise 69 Zentimeter (maximal 75 Zentimeter) in der Höhe. Lässt sich der Arbeitsplatz in seiner Höhe verstellen, soll der variable Bereich zwischen 68 und 76 Zentimeter liegen. Des Weiteren ist es unbedingt notwendig, Freiraum für häufigen Haltungswechsel wie Stehen, Sitzen und Bewegen in direkter Peripherie des Schreibtisches zu gewährleisten.

Innovative Bildschirmarbeitsplätze fördern Motivation und Engagement

Wie sich innovative Bildschirmarbeitsplätze optimal gestalten lassen und zur Gesundheit der Augen beitragen, ist in der BildschirmarbV (Bildschirmarbeitsverordnung) sowie weiteren relevanten Regelwerken festgeschrieben. In letzteren werden zudem bürofachliche und arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse konkretisiert und zur Unterstützung der Unternehmen aufgeführt.

Die gewonnenen Erkenntnisse umfassen unter anderem folgende Kriterien:
- die erste Bildschirmzeile soll sich maximal auf Augenhöhe befinden
- direkte und/oder reflektierende Blendungen lassen sich dadurch vermeiden, dass sich im Hintergrund des Bildschirms wie auch Rücken des Mitarbeiters keine beleuchtete oder helle Fläche/Fenster befindet; die Blickrichtung der Nutzer sollte parallel zur Fensterreihe führen
- finden sich dennoch ständig Reflex- oder Direktblendungen auf dem Bildschirm, kann die Sehkraft des Mitarbeiters stark gefährdet sein
- ist zudem die Beleuchtung der Büros nicht ausreichend oder sogar falsch konzipiert, können sich ebenso Augenschäden bei den Angestellten einstellen; die Ausleuchtung der Räume muss somit der Arbeitsplatzanordnung/den Aufgaben der Menschen angepasst werden
- die Umgebungshelligkeit sollte regulierbar sein, wobei variable Lichtschutzanlagen eine Alternative zur kompletten Umstrukturierung sind.

Um letztendlich auch akustische/visuelle Ablenkungen zu minimieren, lassen sich auch in größeren Räumlichkeiten spezielle Wandsysteme integrieren. Derart leistungsstarkes Büro-Equipment und Interieur bietet beste Chancen, um die menschliche Leistung zu erhalten beziehungsweise von Beginn an zu fördern. Der präventive Gesundheitsschutz ist somit gewährleistet, Krankheitstage und die entsprechenden Kosten reduzieren sich und die Mitarbeiter danken es mit mehr Engagement und erhöhter Motivation. Im Gegenteil dazu kann beengtes Arbeiten in einem Großraumbüro sich negativ auswirken.

Ergonomische Büromöbel senken Krankenstand

Müssen Mitarbeiter den Arbeitstag auf unflexiblen Bürostühlen verbringen, werden Wirbelsäule und Muskulatur extrem belastet. Im Vergleich dazu fördern ergonomisch konzipierte Bürostühle dynamisches Sitzverhalten. Als optimale Ergänzung bieten sich höhenverstellbare Arbeitstische an, um jedem Mitarbeiter eine korrekte Sitzhaltung zu ermöglichen.

Ergonomisch konzipierte Arbeitsstühle sollten folgende Mindestanforderungen aufweisen:
- die Rückenlehne ist in Neigung und Höhe variabel und kann fixiert werden
- das Fußkreuz muss mindestens über fünf Kontaktpunkte zum Boden verfügen
- es darf keine Gefahr auf Quetschungen oder Einklemmungen bestehen
- beträgt die Sitzhöhe über 65 Zentimeter bedarf es einer Aufstiegshilfe; Rollen sind nicht zulässig
- nach DIN gefertigte Bürostühle sind kennzeichnungspflichtig.

Ergonomisch designte Bürostühle dienen somit im Besonderen einer gesunden Sitzposition, halten das Becken (Bandscheibe) in optimaler Neigung und belassen die Wirbelsäule der Mitarbeiter in der naturgegebenen S-Form.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.