Spiderapp ade: Tipps zum Schutz des Handydisplays

Ein gesprungenes Display ist ärgerlich. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, sein Smartphone vor Beschädigungen zu schützen. (Foto: pixabay, © Freetagger, CC0 Public Domain)
 
Die Empfindlichkeit des Touch-Displays wird durch die Schutzschicht aus Flüssig-Glas nicht beeinträchtigt. (Foto: pixabay, © stevepb, CC0 Public Domain)

SERVICE (se/fi) - Diese App ist wohl die am weitesten verbreitete der Welt und gleichzeitig die unbeliebteste: Einmal kurz nicht aufgepasst und es ist passiert – ein spinnwebförmiges Muster überzieht das Display und macht eine Weiternutzung des Gerätes oft unmöglich. Doch Risse oder Kratzer müssen nicht sein, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, den täglichen digitalen Begleiter davor zu schützen.

Vermutlich ist dies jedem schon einmal passiert: Beim Telefonieren oder Fotografieren rutscht uns das Smartphone aus der Hand. Eine kurze Schrecksekunde später bestätigt sich meist die schlimme Befürchtung. Wenn das Display gesprungen ist, hilft oftmals nur noch ein Austausch oder eine Reparatur. Im Handel sind jedoch Produkte erhältlich, die den Bildschirm widerstandsfähiger machen.

Hüllen und Bumper

Grundsätzlich ist es ratsam, sein Telefon in einer Hülle zu transportieren, wenn es nicht gebraucht wird. Dies schützt vor allem vor Kratzern, wenn das Gerät in der Hosen- oder Handtasche steckt. Lose Münzen oder der Schlüsselbund können dann nichts anrichten. Fällt das Telefon herunter bieten die leicht gepolsterten Hüllen zudem einen gewissen Puffer und können Schlimmeres in der Regel verhindern. Außerdem ist so ein gewisser Schutz vor Staub oder Feuchtigkeit gewährleistet. Kunststoff- oder Silikonrahmen, in die das Smartphone geklemmt werden kann sind ebenfalls ein guter Schutz vor Stößen, vor allem für die Kanten. Bei einem Sturz sind diese am meisten gefährdet. Die sogenannten Bumper federn dann einen Teil des Stoßes ab.

Welche Lösung individuell am besten geeignet ist, hängt von der Art des Geräts und den persönlichen Vorlieben ab. Eine ernsthafte Beschädigung des Displays ergibt sich jedoch meistens, wenn das Gerät nicht in der Hülle steckt – durch einen Sturz oder wenn ein Gegenstand auf das Telefon fällt.

Displayschutz aus Flüssig-Glas

Relativ neu ist die Möglichkeit, den Bildschirm des Smartphones mit einer Schicht aus flüssigem Glas widerstandsfähiger zu machen. Aus dem normalen Displayglas wird so ein unverwüstliches Panzerglas. Die Anwendung ist denkbar einfach:
1. Display reinigen: Die Oberfläche wird zunächst mit einem alkoholgetränkten Pad von Staub und Fett befreit. In der Regel ist das Reinigungszubehör im Set enthalten.
2. Flüssig-Glas auftragen: Danach wird eine spezielle Flüssigkeit auf das Display gerieben und überall gleichmäßig verteilt. Die Schicht benötigt etwa eine Minute lang um zu trocknen.
3. Polieren: Nach der Trockenzeit kann das Display mit einem Tuch nachpoliert werden.
4. Aushärten: Insgesamt sollte der hauchdünne Schutzfilm etwa zwei bis drei Tage aushärten um den maximalen Schutz bieten zu können. Nicht nur Kratzer auch härtere Stöße können dem Telefon laut Hersteller dann nichts mehr anhaben.
Die Flüssigkeit lässt sich leicht bis in den letzten Winkel des Displays verteilen. Somit ist tatsächlich auch die ganze Fläche geschützt und es entstehen keine zusätzlichen Fugen. Dadurch, dass die Schicht sehr dünn ist, wird die Empfindlichkeit der Touch-Oberfläche nicht beeinträchtigt.

Schutzfolien gegen Kratzer

Die einfachen Schutzfolien gibt es schon eine ganze Zeit länger. Sie sind relativ preisgünstig. Hier muss zunächst die geeignete Folie für das eigene Gerät gefunden werden. Da sich die Bildschirme in ihrer Größe erheblich unterscheiden, sollte immer das passende Produkt gewählt werden. Die Folien sind genau auf die jeweiligen Abmessungen zugeschnitten und müssen nicht mehr nachbearbeitet werden.
Das Aufbringen erfordert etwas Geschick:
1. Display reinigen: Der Bildschirm sollte völlig staubfrei sein. Ein Mikrofasertuch und Glasreiniger sind dafür am besten geeignet.
2. Schutzfolie lösen: Zunächst sollte die Schutzfolie nur an einem Ende abgezogen werden. Dieses Stück wird dann bündig am passenden Ende des Bildschirms angelegt.
3. Folie aufbringen: Nach und nach wird die Folie dann auf das Display gedrückt, während die restliche Schutzfolie auf der Rückseite abgezogen wird. Durch die elektrostatische Aufladung schmiegt sich die Folie wie von selbst an.
4. Luftblasen entfernen: Verbliebene Luftblasen können von innen nach außen mit dem Finger weggestrichen werden.
5. Staub entfernen: Sollte dennoch das eine oder andere Staubkorn unter der Folie verblieben sein, kann diese leicht angehoben, und der Staub mit Hilfe eines Klebefilmstreifens entfernt werden.

Wer sich die Montage einer solchen Folie nicht selbst zutraut, kann sich dazu auch professionelle Hilfe in einem Fachgeschäft suchen. Je besser sie aufgebracht ist, umso langlebiger ist der Schutz für das Display.
Je nach Art der Folie – es wird zwischen normalen Folien und sogenannten Tempered Glass oder Panzerglasfolien unterschieden – unterscheiden sich die Produkte meist auch etwas in der Stärke. Dabei ist es in manchen Fällen möglich, dass die Bedienbarkeit des Touch-Screens mit der Folie erschwert ist, und das Telefon nicht mehr so sensibel auf die Berührungseingabe reagiert.

Fazit

Smartphones sind heutzutage ein ständiger Begleiter in allen Lebenslagen. Es lohnt sich in jedem Fall, sein teures Gerät zusätzlich vor Beschädigungen zu schützen. Eine passende Hülle sollte hier Pflicht sein. Vor Missgeschicken ist niemand gefeit und eine Reparatur kann teuer kommen.
Schutzfolien sind eine günstige Lösung, das Anbringen hat jedoch seine Tücken und es muss mit Einschränkungen bei der Bedienbarkeit gerechnet werden. Das innovative Flüssig- Glas ist um einiges leichter in der Anwendung und bietet einen umfassenden Schutz. Ein kleiner Bonus obenauf: Auch bereits bestehende kleine Kratzer können durch die Flüssigkeit ausgeglichen werden und das Display sieht wieder aus wie neu.
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