Textilien & Co.: Finger weg von Fälschungen!

Nicht nur bei T-Shirts & Co. sollte man mittlerweile genauer hinschauen – auch hochwertigere Garderobe entpuppt sich immer öfter als (gut gemachte) Fälschung. Wo man einkauft, ist Vertrauenssache. Symbolbild: © Kadmy-fotolia.com

(VZB) - Ob Handtaschen, Uhren oder Kleidung: In vielen Urlaubsländern bieten Händler gefälschte Markenprodukte zum Schnäppchenpreis an.


„Wer vor Ort imitierte Designerware einkauft, muss möglicherweise mit ernsten Konsequenzen rechnen“, warnt Esther Jontofsohn-Birnbaum, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. „Urlaubern können Geldstrafen, Strafverfahren und eventuell sogar markenrechtliche Streitigkeiten mit der Originalfirma drohen.“ Meist entpuppen sich die vermeintlichen Schnäppchen darüber hinaus als minderwertige und unter zweifelhaften Arbeitsbedingungen hergestellte Waren. „Die Produkte sind oft gesundheitsschädigend. Sie können möglicherweise Stoffe enthalten, die in Deutschland nicht zugelassen sind“, weiß die Expertin. Die Verbraucherzentrale Bayern rät deshalb eindringlich vom Kauf gefälschter Markenprodukte im Urlaub ab. Muss das Schnäppchen dennoch mit, sollten sich Urlauber auch über mögliche gesetzliche Regelungen vor Ort informieren.

Nach deutschem Recht können Verbraucher bis zu einem Wert von 430 Euro pro Person Einkäufe, darunter auch Plagiate, aus dem Urlaubsland nach Deutschland einführen. Vermutet der Zoll jedoch ein gewerbliches Handeln, greift diese Ausnahmeregelung nicht. Dem Urlauber drohen unangenehme Konsequenzen.

Auch vor dem Kauf nachgemachter Produkte im Internet kann Rechtsexpertin Esther Jontofsohn-Birnbaum nur abraten. Der Zoll stellt jedes einzelne Produkt sicher und meldet es dem Hersteller; bereits gezahltes Geld bekommt der Kunde nicht zurück. Die Betreiber der Online-Shops sitzen zudem meist in Asien, wo eine Strafverfolgung nicht möglich ist.

www.verbraucherzentrale-bayern.de
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