Tiere aus dem Tierheim schonen den Geldbeutel

Hunde vom Züchter kosten in der Regel deutlich mehr als Hunde aus dem Tierheim. (Foto: © djd/AGILA/Cynoclub - Fotolia)

REGION (djd/vs) - Hund, Katze, Meerschweinchen oder Vogel? Wer über die Wahl des passenden Haustiers nachdenkt, sollte auch den Kostenfaktor im Auge behalten. Nicht nur bei der Anschaffung gibt es große Unterschiede: Auch der finanzielle Aufwand für die Haltung fällt von Tier zu Tier ganz anders aus.


Die niedrigen Anschaffungskosten von 15 bis 50 Euro fallen bei Vögeln, Meerschweinchen und Kaninchen zunächst nicht sehr ins Gewicht. Jährlich kann man dann, sofern sie gesund bleiben, zwischen 100 und 140 Euro für diese Kleintiere veranschlagen. Auch Zierfische sind zumeist nicht übermäßig teuer in der Anschaffung, schlagen aber über die Ausstattung des Aquariums und vor allem dessen Strom-, Heizungs- und Reinigungskosten zu Buche.
Für einen Hund können, abhängig von Rasse und Züchter, schnell einige hundert bis mehrere tausend Euro Anschaffungskosten entstehen. Günstiger ist die Vermittlung durch einen Tierschutzverein, bei dem eine Schutzgebühr in Höhe von rund 200 Euro zu entrichten ist. Pro Lebensjahr des Vierbeiners werden dann im Schnitt etwa 700 Euro für Futter, Hundesteuer, Haftpflicht und Tierarztkosten fällig.
Gerade die Tierarztkosten können für bestimmte Behandlungen und vor allem Operationen aber auch schnell mehrere Hundert bis einige Tausend Euro betragen. „Eine Hundehaftpflichtversicherung ist in vielen Bundesländern bereits verpflichtend“, erklärt Franziska Obert von der Agila Haustierversicherung. „Viele Hundebesitzer wissen nicht, dass es außerdem Tierkrankenversicherungen gibt, die im Fall von Krankheiten, Verletzungen und Operationen einspringen.“
Die Kosten der Katzen: Für Katzen rufen Züchter oftmals ähnliche Preise auf wie für Hunde. Je seltener die Rasse, umso teurer die Anschaffung. Auch hier ist die Aufnahme einer Katze aus dem Tierschutz eine Überlegung wert. Bei den durchschnittlich 16 Lebensjahren einer Katze sind bis zu 500 Euro jährlich einzukalkulieren: Kratzbaum, Schlafhöhle, Transportbox, Spielzeug, Futter und Streu sind teils einmalige, teils wiederkehrende Faktoren. Tierarztkosten fallen auch bei gesunden Katzen regelmäßig an, sie müssen zum Beispiel geimpft und entwurmt werden. In manchen Städten ist sogar die Kastration der Katze Pflicht, sofern sie sich im Freien bewegt. Für Wohnungskatzen hingegen kann die Sicherung des Balkons ein weiterer Kostenpunkt sein.
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