Tierschützer und Händler appellieren: Kein Verkauf mehr von Tieren über den Versandhandel

Tierangebote im Internet sind im Zeitalter der Neuen Medien ein legitimes Werbemittel. Die Abholung sollte jedoch direkt vor Ort erfolgen. (Foto: © phanthermedia.net/bloodua)

REGION (pm/vs) - Anlässlich der Bundestagswahl 2017 appelliert der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) an die im Bundestag vertretenen Parteien, den Versandhandel mit Tieren zu verbieten.

Seine Forderung wird unterstützt von der Bundestierärztekammer, dem Deutschen Tierschutzbund e.V., Pro Wildlife e.V. und TASSO e.V.
Der Verkauf von Tieren an Privatpersonen über den Versandhandel gefährde das Tierwohl. Online-Käufer hätten keine Möglichkeit, die Tiere vor der Anschaffung in Augenschein zu nehmen und könnten nicht fachkundig zu Haltung, Handling und Pflege beraten werden, so der ZZF in einer Presserklärung.Darüber hinaus haben private Käufer auch bei im Versandhandel erworbenen Tieren ein generelles zweiwöchiges Rückgaberecht ohne Angabe von Gründen. Sie seien in der Regel jedoch nicht in der Lage, Tiere tierschutzgerecht zu verpacken und zu versenden.
Der Online- und sonstige Versandhandel mit Tieren an private Käufer sollte deshalb nach Meinung des ZZF und v deren Unterstützer verboten werden. Tiere dürften zwar weiterhin im Internet und in anderen Medien angeboten werden. Aber sie sollten in jedem Falle persönlich im Tierheim, bei Tierschutzorganisationen, im Zoofachmarkt oder in der Zuchtstätte des jeweiligen Anbieters übergeben werden. Dabei könne der Tierfreund sich von der Seriosität des Anbieters überzeugen und der Vermittler sichergehen, dass er das Tier in verantwortungsvolle Hände gibt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.