Tipps für Bauherren

Im Volksmund heißt es, dass jeder Mann im Leben einen Sohn zeugen, einen Baum pflanzen und ein Haus bauen soll. Kann man die ersten Beiden noch als vergleichsweise einfache Angelegenheiten bezeichnen, zählt der Bau eines Hauses zu den Großprojekten. Vom ersten Wunsch nach dem eigenen Heim bis zur Übergabe der Schlüssel vergehen meist Monate, teilweise Jahre.

Fertighaus oder Massivbau?

Entschließt man sich dazu, ein Haus zu bauen, stellt sich primär die Frage nach der Art: Reihen- oder Einfamilienhaus, „von der Stange“ oder individuell geschnitten, klassische Steinbauweise oder Fertigbau? Die Variationen sind enorm. Fertighäuser bieten den Vorteil der schnellen Bauzeit – das Errichten erfolgt oft in wenigen Tagen, da die Arbeiter genau wissen, welches Stück wohin gehört und die Einzelteile wie aus einem Guss ineinander passen. Die Bauphase beim Fertighaus stößt daher meist auf weniger Probleme als beim Stellen eines Massivbaus. Dennoch entscheiden sich auch heute noch mehr als 70 Prozent aller Bauherren für die „Stein auf Stein“-Methode der Massivhäuser.

Die Suche nach dem Grundstück

Eine weitere Frage ist die des Standorts – wo das Haus errichtet wird, ist maßgeblich für den Preis. Traditionell liegen die Preise in der Stadt höher als in den umliegenden ländlichen Gebieten. Wichtig: Ein Grundstück, auf dem auch gebaut werden darf, nennt man Baugrundstück. Nicht jede Fläche ist dafür vorgesehen. Deshalb muss man sich beim Kauf des Grundstücks genau darüber informieren, welche Funktion dieses einmal haben soll und welche Funktion ihm zugeordnet ist. Baugrundstücke sind meist teurer als andere, weil diese einen größeren Nutzen haben. Verschiedene Dienstleister bieten Hilfe bei der Suche nach dem geeigneten Grund. So unterscheidet man zwischen Bauträger und Bauunternehmen. Als Bauträger bezeichnet man ein Unternehmen, das Immobilien zum gewerbsmäßigen Vertrieb zum Gegenstand hat. Wesentlicher Aspekt der Bauträgertätigkeit ist, dass der Bauträger dem Käufer das Eigentum am Grundstück und dem darauf erstellten Gebäude verschafft. Ein Bauunternehmer hingegen baut nur auf einem Grundstück, welches dem Auftraggeber bereits gehört. Da beim Bauunternehmer kein Grundeigentum übertragen wird, sind diese Verträge, im Gegensatz zum Bauträgervertrag, nicht notariell beurkundungspflichtig. Dies spart Kosten.

Der Architekt – Denker und Lenker

Wer eine genau auf seine Bedürfnisse zugeschnittene, individuelle Wohnhauslösung sucht, beauftragt einen Architekten. Von ihm erhält man ein bis ins Detail durchdachtes Haus. Der Architekt plant, lenkt, organisiert und überwacht das gesamte Bauvorhaben von den ersten Vorentwürfen bis zur Vollendung. Er kontrolliert die Einhaltung von Kosten, Terminen, Gestaltung, Funktionalität sowie Umweltverträglichkeit und stellt die wirtschaftliche Nutzbarkeit sicher. Architekten als Generalplaner bieten alle Planungsleistungen aus einer Hand.
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