Unten ohne? – die Gretchenfrage für so manchen Häuslebauer

Eine zentrale Frage, die sich viele Häuslebauer stellen, ist die Frage nach dem Keller. Während die einen auf einen Keller nicht verzichten möchten und ins Feld führen, dass dieser den dringend benötigten Platz für Vorrats-, Wasch- und Hobbyräume sowie beispielsweise auch für die Heizungsanlage bietet, verweisen die Keller-Gegner in erster Linie auf höhere Kosten und eine längere Bauzeit.

Fakt ist in jedem Fall, dass die Räume, die normalerweise im Keller Platz finden, andernorts untergebracht werden müssen. Das heißt: Entweder macht man Abstriche bei den Wohnräumen (z.B. bei einem Kinder- oder Esszimmer), oder man entscheidet sich dafür, die Fläche des Hauses zu vergrößern – und opfert dafür eventuell auch ein Stück des Gartens oder der Terrasse. Spätestens in letzterem Fall relativieren sich die Mehrkosten für den Keller schon wieder.

Mehrkosten sind nicht so hoch

Die tatsächlichen Mehrkosten einer Unterkellerung sind nämlich deutlich geringer, als die meisten glauben. Die Experten der Initiative Pro Keller e.V. veranschlagen für den 94-Quadratmeter-Keller eines Einfamilienhauses Kosten in Höhe von rund 35.000 Euro. Doch auch wer ohne Keller baut, muss mit erheblichen Belastungen rechnen. Etwa 22.700 Euro fallen, den Berechnungen der Experten zufolge, für Erdaushub, frostsichere Gründung der Fundamente sowie eine Bodenplatte mit Wärmedämmung und Feuchtigkeitssperre an. Ein vollwertiger Keller mit all seinen Nutzräumen kommt also im Schnitt „nur“ 12.300 Euro teurer. Apropos Nutzräume: Wer heutzutage einen energiesparenden Neubau plant, sollte auch berücksichtigen, dass die aufwändigere Haustechnik, die für Energiesparhäuser unabdingbar ist, einen ausreichend großen und frostfreien Raum benötigt.

Höherer Wiederverkaufswert

Neben dem Gewinn an Nutzfläche und Komfort birgt ein Keller einen weiteren entscheidenden Vorteil: Er erhöht erfahrungsgemäß den Wiederverkaufswert der Immobilie. So geben Makler an, dass 86 Prozent aller gebrauchten, nicht unterkellerten Häuser schwerer zu verkaufen sind und außerdem einen um 10 bis 20 Prozent geringeren Verkaufswert erzielen. Fasst man all dies zusammen, so sind die auf den ersten Blick vielleicht teuer erscheinenden Mehrkosten für die Unterkellerung in Wirklichkeit relativ gering. So stehen einem Raumgewinn von rund einem Drittel nur Mehrkosten in Höhe von fünf bis acht Prozent gegenüber. Mehrkosten, die sich dann spätestens im Fall eines Wiederverkaufs mehr als amortisieren.

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