Urologie: oft verschwiegen doch allgegenwärtig

Bei vielen Menschen – vor allem bei Männern – gehören urologische Erkrankungen zu den absoluten Tabuthemen. Wer gibt schon gerne zu, dass er unter Harninkontinenz, Erektionsstörungen oder gar Unfruchtbarkeit leidet? Dabei sind urologische Erkrankungen nichts Seltenes und schon gar nichts Schlimmes. Viele leiden darunter, und obwohl es keine verlässlichen Statistiken gibt: Die Dunkelziffer ist hoch, weil das Thema eben allzu oft tot geschwiegen wird.

Urologe ist kein reiner „Männerarzt“

Statistiken zeigen, dass nur wenige Männer zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Urologen gehen: Nur rund ein Viertel aller deutschen Männer ab 45 Jahren nimmt die Möglichkeit zu einem jährlichen Check wahr. Dabei ist z.B. das Prostatakarzinom, eine der häufigsten Krebserkrankungen des Mannes, bei rechtzeitiger Diagnose gut heilbar.

Landläufig wird der Urologe auch als „Männerarzt“ bezeichnet. Die Andrologie, also Männerheilkunde, ist aber nur ein Teilbereich. Urologen behandeln alle Krankheiten im Bereich der Niere, Blase, Harnleiter und Harnröhre. Auch das Problem Harninkontinenz trifft bei weitem nicht nur Männer zunehmenden Alters, insgesamt sind sogar mehr Frauen davon betroffen – Schätzungen zufolge leiden rund sechs Millionen Deutsche darunter. Sie müssen sich nicht in ihr Schicksal ergeben, denn der Urologe kennt die geeignete konservative oder operative Therapie.

Hochmoderne Diagnostik

Im Hinblick auf die Untersuchungsmethoden hat sich in den letzten Jahren viel getan. Im Mittelpunkt der Diagnostik steht immer noch der Urin, der zahlreiche Hinweise auf krankhafte Veränderungen geben kann. Urologen bedienen sich daneben der Röntgentechnik mit modernen Kontrastmitteln, die aussagekräftige Abbildungen der Nieren, der Harnleiter und der Harnblase liefert, sowie der Sonografie, die ebenfalls tiefe Einblicke in den menschlichen Bereich der harnbildenden und harnableitendenden Organe des Menschen gewährt.
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