Vom Laien zum Kenner: Tipps für die nächste Weinprobe

Egal ob rot oder weiß: So gelingt die nächste Weinprobe. (Foto: © Klaus Eppele - Fotolia.com)

SERVICE (de/fi) - Die Welt der Weine ist für viele ein großes, unbekanntes Terrain. Der Laie geht meist in den Supermarkt und ist schon froh, wenn er weiß, ob er lieber trockenen oder lieblichen Wein trinkt. Auch die Wahl zwischen rotem und weißem Wein ist für viele bereits eine Herausforderung. Doch tiefer in die Materie einzusteigen und zum Weinkenner zu werden ist gar nicht so schwierig. Mit einigen, wenigen Tipps zu Beginn kann man auf manch einer Party bereits als Hobbysommelier punkten.

Rotwein erst dekantieren

Der Fehler, der beim Weintrinken am häufigsten gemacht wird, ist, den Wein direkt zu trinken. Von jedem anderen Getränk ist uns dieser Vorgang bestens vertraut, doch macht man dies mit dem falschen Wein, bringt man sich um ein Geschmackserlebnis erster Klasse.
Guter Rotwein wird vor dem Trinken dekantiert. Das bedeutet, dass man ihn in eine spezielle Rotweinkaraffe umfüllt und ihn so vom Bodensatz in der Flasche löst. Das hat den einfachen Zweck, dass dem Rotwein auf diese Weise Sauerstoff zugeführt wird. Diesen benötigt er, um seine Aromen vollständig zu entfalten. Im Optimalfall erfolgt das Dekantieren etwa eine Stunde bevor man den Wein genießen möchte.

Bauchig für Roten, schlank für Weißen

Wer seinen Wein stilvoll und geschmacksintensiv genießen möchte, sollte das richtige Glas wählen. Weißweine werden in schlanken Gläsern serviert. Rotweine hingegen kommen in bauchigen, voluminösen Gläsern auf den Tisch. Das hat den einfachen Grund, dass der Rotwein auch während des Trinkens weiterhin ausreichend mit Sauerstoff in Kontakt kommen soll. So kann er seine Aromen weiterhin entfalten. Weißweine benötigen diesen Kontakt zu Sauerstoff nicht, deshalb werden hier eher schlanke Gläser bevorzugt. Bei beiden Weinen gilt: Das Glas am Stil halten, nicht am Körper des Glases selbst. Wer das Glas am Körper hält, sorgt dafür, dass der Wein durch die eigene Körpertemperatur warm wird. Das zerstört nicht nur die Aromen, sondern schmälert das Geschmackserlebnis.

Die Süße des Weines ermitteln

Auf der Suche nach dem passenden Wein ist auch die Süße entscheidend. Unterteilt wird der Wein normalerweise in die Kategorien trocken, halbtrocken und lieblich. Das bezieht sich auf die Restsüße, die der Wein nach Fertigstellung noch enthält.
- Trocken: Sorten, die als trocken bezeichnet werden, sind am wenigsten süß. Pro Liter enthalten sie einen Restzucker von weniger als zehn Gramm.
- Halbtrocken: Diese Weine liegen in der Mitte und sind damit diejenigen, die am meisten gekauft werden. Halbtrockene Weine enthalten ca. neun bis 18 Gramm Restzucker pro Liter.
- Lieblich: Sorten mit dieser Kennzeichnung haben den größten Restzuckergehalt, dieser liegt in der Regel zwischen 18 und 45 Gramm oder sogar darüber. Sie sind besonders süß.
Wer diese drei Basistipps kennt, braucht sich eigentlich vor keiner Weinprobe mehr zu fürchten.

Wer diese drei Tipps kennt, kann die nächste Weinprobe in vollen Zügen genießen. Unser Tipp: Eine Weinprobe ist auch eine tolle Idee als Highlight für die nächste Geburtstagsfeier. Zusammenstellen kann man sich passende Weinproben ganz einfach auch auf Online-Plattformen wie www.vinizia.de und so vor den Gästen glänzen.
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