Von der klassischen Röhre zum HD-TV

Sitzt man heutzutage vor dem Fernseher, ist die Vielfalt der Angebote nahezu unendlich. Über Satellit oder Internet-TV erhält man Sender aus allen Teilen der Welt. Hochauflösend, mit glasklarem Ton. Das sah zu früheren Zeiten noch ganz anders aus.

Am Anfang war das Radio

Dass einst das Hauptmedium das Radio war, ist aus heutiger Zeit kaum zu glauben. Besonders in und nach den Kriegsjahren zählte der Hörfunk zur bedeutendsten Informationsquelle. Ob Nachrichten oder Hörspiele – von einer visuellen Übertragung war man bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts weit entfernt. Selbst das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz verfolgten die meisten Deutschen an ihren Röhrenempfängern.

Der Einzug der Fernsehgeräte

Um die ersten bezahlbaren TV-Geräte, deren Preis bei der Einführung 1952 immerhin bei 1000 DM lag, versammelte sich in den 1950er Jahren die ganze Familie. Die Wunderwerke der Technik brachten neben Nachrichten besonders Familienshows in die Wohnzimmer. Das Bild flackerte auf den ersten Röhrengeräten immer wieder, die Schwarz Weiß-Aufnahmen sorgten dennoch für Unterhaltung bei den Zuschauern. Von einem bequemen Umschalten per Fernbedienung aus dem Sessel heraus konnte man anfangs nur träumen. Jeder Senderwechsel musste manuell direkt am TV vorgenommen werden – bei zunächst nur drei Sendern hielt sich der Aufwand allerdings in Grenzen. Erst 1961 sorgte die erste Ultraschallfernbedienung für entspanntes Zappen durch die Programme.

Aus Schwarz-Weiß wird Farbe

Weitere sechs Jahre später folgte die nächste Innovation, die dem Fernsehen den endgültigen Durchbruch verschaffte. Am 25. August 1967 um 10.57 Uhr drückte der damalige Außenminister Willy Brandt in West-Berlin den symbolischen roten Knopf, der die Ära des Farbfernsehens in Deutschland einläutete. Die Bilder wurden bunt, die Sender investierten immer mehr in die Entwicklung neuer Inhalte. In den folgenden Jahren kamen zu den öffentlich-rechtlichen Programmen auch private Anbieter auf den Markt. Am 1. Januar 1984 ging mit PKS (Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk, heute Sat.1) der erste deutsche Privatsender auf Sendung, einen Tag später folgte RTL.

Flach ist modern

Mit den digitalen Übertragungsmöglichkeiten, in den 1990er Jahren zunächst über Satellit, dann auch über Kabel und inzwischen sogar über das Internet haben nicht nur die Inhalt der Sendeformate einen Wechsel erfahren. Auch die Endgeräte von heute haben mit den alten Röhrenfernsehern nichts mehr gemein. Die Bildbreite stieg von 4:3 auf das augenfreundliche 16:9-Format, die Gehäuse hingegen wurden immer flacher. Neue LED- und Plasmageräte zeigen mit dem HD-Standard Bilder in ungeahnter Schärfe. Mit einem angeschlossenen Dolby-Surround-System hat man die Möglichkeit, sich das Kino-Gefühl in die eigenen vier Wände zu holen. Und das zu inzwischen erschwinglichen Preisen.
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