Was bedeutet eigentlich All In: Die wichtigsten Fachbegriffte rund ums Pokern

SERVICE (ba/fi) - Wer sich ein Pokerspiel ansieht, bzw. selbst eines mitspielt, dem fällt schnell auf, dass am Pokertisch eine ganz eigene Sprache gesprochen wird. Für Anfänger können die pokerspezifischen Begriffe ziemlich verwirrend sein. Besonders bei professionellen Spielern ist die Liste an Fachbegriffen im Poker fast endlos. Für sämtliche verschiedene Szenarien gibt es eigene Namen, und diese können im Poker sehr vielseitig sein. Für alle, die im Poker noch neu sind und die Begriffe lernen möchten, haben wir die wichtigsten Fachbegriffe rund ums Pokern zusammengefasst.

Im Texas Hold’em Poker, erhalten die Spieler jeweils zwei Karten, die Hole Cards, die verdeckt gehalten werden. In der Mitte werden zunächst drei, dann eine vierte und schließlich eine fünfte Karte ausgelegt, die Community Cards, bzw. werden die ersten drei Karten Flop genannt, die vierte Turn und die fünfte River. Gemeinsam mit den eigenen Karten ergeben die fünf höchsten Karten die Hand des Spielers. Nachdem die Karten ausgeteilt werden, noch bevor der Flop aufgedeckt wird, setzen die ersten zwei Spieler den Small Blind und Big Blind, hierbei handelt es sich um Zwangseinsätze. Die nachfolgenden Spieler haben jetzt die Möglichkeit mitzugehen. Wer bei einem Einsatz mitgeht, der callt. Wer jedoch glaubt, seine Karten sind nicht gut genug, der foldet. Mit einem Fold steigt der Spieler aus der Runde aus.

Wer eine gute Hand hat und glaubt besser zu sein als seine Gegner, der raist. Mit einem Raise wird der Einsatz erhöht, es wird für die Spieler also teurer. Nachdem ein anderer Spieler den Einsatz erhöht hat, kann vermutet werden, dass dieser ein gutes Blatt ist. Je nachdem wie man seine eigene Hand einschätzt, kann man mit dem erhöhten Einsatz mitgehen oder folden. Ein Raise muss jedoch nicht immer bedeuten, dass der Spieler eine besonders gute Hand hat. Wenn ein Spieler trotz einer schlechten Hand raist, handelt es sich um einen Bluff. Der Bluff ist eine der wichtigsten Strategien im Poker. Mit einem Bluff versucht der Spieler, seine Gegenspieler zum Folden zu bringen, obwohl er selbst kein gutes Blatt hat. Indem er den Einsatz erhöht, wird jedoch der Anschein vermittelt, er hätte eine starke Hand. Mit einem Semi-Bluff, sozusagen einem halben Bluff, versucht ein Spieler, seine Gegner zum Passen zu bewegen, er selbst hat aber dennoch einige Gewinnchancen, sollte ein Spieler mitgehen.

Kommen wir nun zu einem der wohl bekanntesten Begriffe aus dem Poker: All-In. Geht ein Spieler All-In heißt dies, dass er all seine verfügbaren Chips setzt. Er setzt somit alles auf das Spiel, verliert er die Hand, hat er keine Chips mehr übrig. Sobald alle fünf Karten auf dem Tisch liegen und noch mindestens zwei Spieler im Spiel sind, kommt es schließlich zum Showdown. Alle übrigen Spieler decken ihre Karten auf, um den Gewinner zu ermitteln. Zum Showdown kommt es jedoch nur, wenn am Ende der Spielrunde noch mindestens zwei Spieler im Spiel sind. Hier wird schließlich herausgefunden, wer die beste Pokerhand hat und den Pot, das Geld in der Mitte, gewinnt.

Mit dieser Zusammenfassung an Fachbegriffen im Poker wissen Sie bei Ihrem nächsten Pokerspiel bestens Bescheid, wovon die Spieler sprechen. Doch ist es im Poker essenziell zu beachten, dass nicht nur die gesprochene Sprache wichtig ist, denn vor allem der Körpersprache im Poker kommt eine besondere Bedeutung zu. Allein ein Augenzucken oder nervöses Schlucken kann bereits einen Bluff verraten. Nicht umsonst heißt es: Pokerface bewahren!
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