Weihnachtsgedicht 2015 - Sei du der Frieden

Ein jeder sehnt sich nach einer friedlichen Welt,
ohne Streit, ohne Lärm, ohne Kampf um das Geld,
ein jeder sucht Wärme, Geborgenheit, Licht,
doch Leid und Willkür trüben die Sicht,
die Nachbarn, die Kinder, die Arbeit, das Wetter,
wo nur bleibt der gütliche Retter?
Die Welt da draußen spiegelt perfekt,
das, was im Inneren schmerzlich entdeckt,
ohne Frieden im Kleinen fliegt die Taube nicht aus,
sie pflegt ihr Gefieder im eigenen Haus,
Weihnacht und Frieden – welch ungleiches Paar,
ein jeder wünscht sich, es wäre doch wahr.

Wer Frieden möchte, muss in Frieden sein,
mit sich selbst, mit anderen, ohne mein, ohne dein,
die Taube erhebt sich, sie folgt diesem Klang,
diesem unüberhörbaren Friedensgesang,
auf weißen Schwingen fliegen die Boten,
sie bedecken die Erde mit göttlichen Noten,
verwundert sehen die Menschen das Licht,
das gerade den Kampf und das Leiden durchbricht.

Sei du das Licht und lebe den Frieden,
so sei der Erde Weihnacht beschieden.

© E.K.


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