Wie lassen sich gefährliche Muttermale erkennen?

Verdächtige Muttermale sollten unbedingt von einem Artz untersucht werden (Foto: WavebreakmediaMicro - Fotolia.com)

Muttermale entstehen, wenn sich an einer Stelle besonders viele Melanozyten (das sind pigmentbildende Zellen) ansammeln. Sie können angeboren sein oder auch im Lauf des Lebens auftreten und in verschiedenen Größen, Formen und sogar Farben in Erscheinung treten. Genetisch tendieren vor allem Personen mit einer sehr hellen Haut zur Bildung von vielen Muttermalen, doch auch die Zeit, die die jeweilige Person in ihrer Kindheit und Jugend ungeschützt in der Sonne verbracht hat, könnte – aktuellen Studien zufolge – eine Rolle spielen, ob und wie viele Muttermale auftreten.

Die ABCDE-Regel zur Erkennung von gefährlichen Muttermalen

Muttermale sind in der Regel gutartige Wucherungen, aus denen sich aber in einzelnen Fällen auch Hautkrebs entwickeln kann. Besonders gefährdet sind in dieser Hinsicht Menschen, die besonders viele oder unregelmäßig geformte Muttermale aufweisen. Bei ihnen ist das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, bis zu 15-fach höher als bei Vergleichspersonen.

Ein erster Eindruck darüber, ob ein Muttermal gefährlich sein könnte, lässt sich über die ABCDE-Regel gewinnen:

A: Asymmetrie – als auffällig gelten Muttermale, die nicht gleichmäßig rund oder oval sind.
B: Begrenzung – die Begrenzung eines Muttermals sollte scharf sein, ist sie hingegen verwaschen, so ist Vorsicht geboten.
C: Color – weisen Muttermale verschiedene Farben auf, sollten sie näher untersucht werden.
D: Durchmesser – Muttermale mit einem Durchmesser von mehr als fünf Millimetern sollten beobachtet werden.
E: Entwicklung – Muttermale, die sich in einem der vorgenannten Punkte verändern, sollten genauer untersucht werden.

Tritt einer oder mehrere der oben genannten Punkte auf, aber auch wenn das Muttermal juckt, schmerzt, entzündet ist oder nässt, sollte in jedem Fall ein Hautarzt aufgesucht werden. Grund zur Panik besteht grundsätzlich nicht, auch wenn Sie beispielsweise ein unregelmäßiges Muttermal entdecken. Denn nur selten verbirgt sich dahinter wirklich der schwarze Hautkrebs. Und selbst in den Fällen, in denen es sich tatsächlich um Hautkrebs handelt, besteht bei frühzeitiger Erkennung eine nahezu 100-prozentige Heilungschance. Um dieses rechtzeitige Erkennen zu gewährleisten, sollten sich Personen, die zu einer Risikogruppe zählen, regelmäßig – etwa einmal im Jahr – beim Hautarzt einem sogenannten Hautkrebs-Screening unterziehen, bei dem der gesamte Körper nach Muttermalen abgesucht wird und z.B. auch mit Hilfe von Fotos Veränderungen an Muttermalen festgestellt werden.

Entfernung von Muttermalen

Besteht der Verdacht, dass ein Muttermal bösartig ist, so wird es – in der Regel unter örtlicher Betäubung – entfernt. Größere Muttermale werden dabei mit dem Skalpell herausgeschnitten und die Wunde anschließend vernäht, während kleinere Muttermale herausgestanzt werden können.
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