Wie wichtig ist Frauenheilkunde?

Unter Gynäkologie (aus dem Griechischen gyne = Frau, logos = Lehre) versteht man die Lehre der Frauenheilkunde. Gynäkologen befassen sich mit sämtlichen Erkrankungen des weiblichen Fortpflanzungs- und Sexualtraktes und behandeln darüber hinaus Erkrankungen der weiblichen Brust. Einen hohen Stellenwert nehmen auch die entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen ein. Dazu gehört das Abtasten und Begutachten der inneren Organe wie Eierstöcke und Gebärmutter, aber auch regelmäßige Brustuntersuchungen, um mögliche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Wichtig: offene Gespräche mit dem Arzt

Nicht minder wichtig ist die Rolle, die der Gynäkologie bei Familienplanung und Verhütung, aber auch bei ungewollter Kinderlosigkeit zukommt. In Deutschland tritt das Problem bei 15 bis 20 Prozent aller Paare auf und wird in Zukunft wohl eher noch häufiger anzutreffen sein. Immer öfter nämlich wird der Kinderwunsch vor dem Hintergrund der beruflichen Karriere oder anderer sozialer Aspekte in eine spätere Lebensphase der Frau verschoben. Ab dem 35. Lebensjahr sinkt jedoch deren Chance, schwanger zu werden, deutlich.

Einen weiteren ausgesprochen wichtigen Bereich stellen Therapien gegen Inkontinenz dar. Schätzungen der Deutschen Kontinenz Gesellschaft (DKG) zufolge leiden in Deutschland zwischen sechs und neun Millionen Menschen darunter, wobei Harninkontinenz bei Frauen etwa doppelt so häufig auftritt wie bei Männern. Grund hierfür ist oft eine Schwäche des Blasenschließmuskels oder der Beckenbodenmuskulatur, die zum Beispiel durch mehrfache Geburten erschlafft. Für die Betroffenen ist der unkontrollierte Harnverlust sehr peinlich. Auch gegenüber dem Arzt überwiegt häufig die Scham, anstatt sich über die immer besseren Diagnoseverfahren und neuen Therapiemethoden zu informieren, mit denen in rund 70 bis 80 Prozent aller Fälle eine Heilung oder zumindest eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erzielt werden kann.


Ihre Experten zum Thema:
Brustzentrum am Klinikum Fürth
Frauenärzte am St. Theresien-Krankenhaus
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