Befreiungsschlag verpasst...

Der zähe Ferdinand Geißler (r.) dreht die Partie und gewinnt sein Endspiel auch nach 4,5 Stunden.
Der SC Schnaittach lässt im Mannschaftskampf gegen die SG Vorra/Rupprechtstegen die Chance zum Sieg aus und ranchiert als Tabellensiebter weiter im unteren Drittel der Kreisliga Mittelfranken-Ost.

Die Begegnung begann unter guten Vorzeichen für die Schnaittacher Heimmannschaft, als Christian Thomas Partie nach einstündigem Warten als kampfloser Sieg gewertet worden war.
An Brett 4 musste Erich Menzel durch ein Schach früh das Rochaderecht geben und verlor dadurch mehrere Tempi. Als die verdoppelten Türme seines Gegenübers zuerst einen rückständigen Bauern einsammelten und anschließend hinter die Verteidigungslinie kamen, gab Menzel folgerichtig auf.
Kurz darauf remisierten Horst Wagner und Matthias Häberlein am zweiten Brett in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, in dem Horst Wagner den Minusbauern leicht kompensieren konnte, zum zwischenzeitlichen 1,5:1,5.

Die anderen drei Partien des Abends hatten es allesamt in sich!
Zuerst erarbeitete sich Norbert Schwarz an Brett 5 eine hervorragende Stellung in einem Dame-Springer-Endspiel. Doch als der Sieg durch einen Damentausch im richtigen Moment zum Greifen nah war, suchte Schwarz weiter ein elegantes Matt. Dadurch verlor er die Initiative, den Faden und nach einem Figureneinsteller die Partie.
An Brett 6 lieferten sich Werner Staar und Rafik Bachmann einen taktischen Schlagabtausch. Staar spielte mit einem Minusbauern, führte jedoch das Geschehen auf dem Brett, das Bachmann präzise verteidigte. Die Genauigkeit, mit der beide Spieler agierten, rächte sich, denn nach 25 Zügen standen auf den Uhren jeweils nur noch knapp 10 Minuten. Um die Zeitkontrolle zu erreichen, wickelten die Kontrahenten schnell ab. Staar konnte die Spannung seines Angriffsspiels deshalb nicht aufrecht erhalten, büßte noch einen Bauern ein und hatte im Endspiel trotz des Zeitzuschlags keine Chance mehr.
Beim Zwischenstand von 1,5:3,5 war der Abend entschieden, doch Ferdinand Geißler forcierte mit einer Doppeldrohung aus dem Nichts einen Figurengewinn und kämpfte im Endspiel mit der Qualität gegen einen Mehrbauern. Zu fortgeschrittener Stunde konnte er die Konzentration hoch halten und den vollen Brettpunkt für sein Team holen.

Unterm Strich sollte es trotz guter Leistungen nicht zum Punktgewinn für den SC Schnaittach reichen. Die jetzige Tabellensituation verspricht bei schwierigem Restprogramm noch einen spannenden Abstiegskampf, in dem weitere Mannschaftspunkte sicher hilfreich wären.
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