Lange ersehnter Sieg für den SC Schnaittach!

Der SC Schnaittach konnte mit seinem 3,5:2,5-Sieg gegen den SC Hersbruck zum ersten Mal seit Januar 2014 wieder ein Spiel in der Kreisliga Mittelfranken Ost gewinnen. Die gewonnenen Partien an den Brettern 1, 4 und 6 genügten zusammen mit dem Remis an 5 zum knappen Vorsprung gegenüber der Heimmannschaft.

In der ersten beendeten Partie des Abend verzettelte sich Ferdinand Geißler (1499) bereits in der Eröffnung gegen Willi Bayer (1648), der das Entwicklungsdefizit des Schnaittachers sofort ausnutzte und genug Material gewann, um die Aufgabe zu erzwingen.

Den frühen Rückstand egalisierte Norbert Schwarz (1468) kurz darauf, indem er Bartel Schumacher (1540) mit einem scharf gespielten Königsangriff überrumpelte. Ein weit vorgerückter Bauer versperrte dem weißen König das letzte Fluchtfeld, als Dame und Springer die unruhige Bauernstellung knackten und ein forciertes Matt einleiteten.

Fast zeitgleich beendeten etwa eine Stunde später die Kontrahenten an den Brettern 5 und 6 ihre Partien. Werner Staar (1558) leistete sich gegen den Hersbrucker Günter Meier (1484) zwar eine Ungenauigkeit im Ausgang der Eröffnung, die ihn zwei Bauern kostete, konnte jedoch mit einem offensiv positionierten Springerpaar seinen Opponenten in ernsthafte Schwierigkeiten bringen und die Partie ausgleichen, sogar leicht zu seinen Gunsten wenden. Da die Stellung aber weiterhin schwer einzuschätzen war, begnügte sich der Schnaittacher mit Blick auf sein Nachbarbrett mit einem Remis. Hier dominierte Hans-Peter Herterich (1473) die Partie gegen Jürgen Gemmel (1529), nachdem ihm ein stark exponierter Springer einen Mehrbauern bescherte. Mithilfe der Kontrolle wichtiger Turmlinien im Endspiel vereinfachte der Schnaittacher geschickt und gewann souverän an Brett 6.

Bosiljko Markovic (1739) sorgte nach zähem Ringen gegen Erich Menzel (1429) nochmals für den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2,5 zu 2,5. Der Hersbrucker konnte im Laufe des Spiels ein Bauernplus erwirtschaften. Die günstige Positionierung dreier verbundener Bauern, die er ins Rollen bracht, waren im Turmendspiel trotz vehementer Gegenwehr langfristig einfach nicht zu halten.

In der letzen Partie des Abends hatte sich der Hersbrucker Jürgen Vennemann (1837) nach unkonventioneller Variante im Damengambit Christian Thomas (1570) mit einem Bauernvorstoß auf den Gewinn einer Leichtfigur konzentriert. Thoma wich den Drohungen aus, konnte seine Läufer und Türme dann schneller als sein Gegenüber umpositionieren und das Spiel steuern. Nachdem er zwei der offensiven Bauern eingesammelt hatte, lenkte er in ein gleichfarbiges Läuferendspiel ein, in dem ein Freibauer auf der c-Linie nicht aufzuhalten war. Nach fast vierstündiger Spielzeit gab sich der Hersbrucker geschlagen, sodass der erste Saisonsieg des SC Schnaittach kurz vor Mitternacht feststand.
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