SC Schnaittach holt ersten Punkt gegen SC Röthenbach

Norbert Schwarz (r.) analysiert die Stellung gegen Dr. Max Fischer.
 
Werner Staar (l.) sollte den einzigen vollen Brettpunkt für die Schnaittacher holen.
Nach dem enttäuschenden Saisonauftakt aus zwei Niederlagen beendete der Schachclub Schnaittach beim Remis gegen den SC Röthenbach seine Punkteflaute. Mit einigen guten Partien konnte sich die Heimmannschaft den im Schnitt deutlich DWZ-stärkeren Gästen widersetzen und verdientermaßen einen ersten Punkt in der Kreisliga Mittelfranken-Ost sammeln.
An den vorderen Brettern sind die Schnaittacher, denen die DWZ-Leader der anderen Mannschaften fehlen, vergleichsweise schwach besetzt, können aber dafür sechs ungefähr gleichwertige Spieler aufbieten, sodass die hinteren Bretter ein starkes Gegengewicht bilden.

Bereits nach 70 Minuten zeigte sich abermals diese Qualität. Ein früh im Spiel gewonnener Läufer bescherte Werner Staar am letzten Brett ein sicheres Endspiel, nachdem er sämtliche Figuren ungefährdet abgetauscht hatte, und der Heimmannschaft eine schnelle 1:0-Führung.
Auf Brett 3 setzte der Röthenbacher Achim Scharnagl den rochierten Königsflügel Ferdinand Geißlers mit einem vorgerückten Turm und stark positionierten Läufern unter Druck. Der erfahrene Schnaittacher löste die Stellung jedoch gut auf und steuerte mit einem freien Randbauern in ein zwar optisch leicht überlegenes aber technisch remises Turmendspiel.

Bald darauf einigten sich Erich Menzel und Gerhard Göttlicher ebenfalls auf Remis, obwohl alle Schwerfiguren noch auf dem Brett standen. Die vorangegangene Abwicklung hatte bei fast symmetrischer Bauernstellung ungleichfarbige Läufer ergeben, sodass beiden Seiten kaum Möglichkeiten offenstanden, die Partie zu gestalten.
Am zweiten Brett saß Horst Wagner mit Jürgen Fischer einer der erwähnten Spitzenspieler gegenüber. Im angenommenen Königsgambit stabilisierte der Röthenbacher seinen Bauern auf f4 mit g5 und gewährte dem Weißen viel Tempo als Kompensation. Wagner witterte in der verlangsamten Entwicklung seines Gegners einen starken Angriff und setzte mit 8. Sxg5 Dxg5 alles auf eine Karte. Fischer konnte den Druck jedoch mit einem Zwischenschach, das Wagner zum Damentausch zwang, in wenigen Zügen minimieren und die Mehrfigur im späteren Endspiel elegant opfern, um einen Freibauern zu kreieren und die Partie zu entscheiden.

Nachdem beim zwischenzeitlichen 2:2 am vorletzten Brett auch noch der Schnaittacher Norbert Schwarz mit verzahnten Bauernreihen gegen Max Fischer remisierte, richteten sich die Augen auf die letzte laufende Partie an Brett 1.
In der italienischen Eröffnung wehrte sich Christian Thoma mit den schwarzen Steinen wacker gegen den deutlich spielstärkeren Röthenbacher Michael Mais, der die schwache Königsstellung des Schnaittachers durch die Mobilisierung seiner Bauern bearbeitete. Thoma konnte mit einer genauen Abwicklung das Dauerfeuer des Weißen allmählich mildern und schließlich mit einem Zwischenschach 27. ... Dd1+ selbst aktiv werden. In unklarer Position, die jedem die Möglichkeit zum Angriff, aber auch zum Dauerschach bot, einigten sich die beiden Spieler auf ein friedliches Remis, das jeder Mannschaft einen Punkt einbrachte.

Mit diesem Sieg ist der SC Schnaittach nun endlich in der Kreisligasaison 2015/16 angekommen und hofft, in den nächsten Wochen an diese ordentliche Leistung anknüpfen zu können.
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