Nordbayerischer Musikbund: Vom Jugendschutz bis zur Raumakustik

Geschäftsführer Andreas Kleinhenz vom Nordbayerischen Musikbund und der Nordbayerischen Bläserjugend eröffnete den 5. Kongress für Führungskräfte und Jugendleitungen in Musikvereinen in Geiselwind. (Foto: Daniela Hollrotter)
Gut 130 Teilnehmer beim 5. Kongress des Nordbayerischen Musikbunds und der Nordbayerischen Bläserjugend

REGION (pm/nf) - „Super Themen, super Dozenten“, „Toll organisiert“, „Alles super“: Fast durchwegs positiv fiel die Rückmeldung der gut 130 Teilnehmer am 5. Kongress für Führungskräfte und Jugendleitungen in Musikvereinen aus. Der Nordbayerische Musikbund (NBMB) und die Nordbayerische Bläserjugend hatten nach Geiselwind eingeladen, um einen Tag lang über Themen vom Jugendschutz bis zur Raumakustik zu informieren.


„Wir haben viel Neues erfahren“, freute sich die vierköpfige Abordnung der Rossfelder Musikanten, die zum ersten Mal einen Kongress des NBMB besucht hat. Eine Jugendleiterin holte sich „viele Anregungen“ für neue Gruppenspiele bei den Probewochenenden, die die Rossfelder regelmäßig anbieten. Ein anderer Musiker informierte sich über Aufsichtspflicht und Jugendschutz. Denn das, meinte er, sei ein sehr komplexes Thema, mit dem man sich viel beschäftigen müsse.

Die Rossfelder besuchten zudem die Rhetorik-Module zu Verhandlungsführung und Konfliktgesprächen. Denn heutzutage müsse man entsprechend aufgestellt sein, weil man vielen Professionellen gegenüberstehe, meinten sie. Karl Bosch zeigte mit einem Überraschungs-Ei einprägsam auf, dass eine Verhandlung besser gelingt, wenn man Sach- und Beziehungsebene trennt, auf Interessen statt Positionen achtet und Entscheidungsalternativen entwickelt.

Neben den bereits traditionellen Kongressthemen wie Vereinsverwaltung, Versicherungsschutz und Pressearbeit gab es Tipps zur Verbesserung der Raumakustik mit Holz und Stoff und die Möglichkeit zu Einzelgesprächen parallel zu den Modulen. Außerdem hatten der NBMB und die Nordbayerische Bläserjugend Referenten zu sozialen Medien und ihrem Nutzen für die Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit sowie zur Prävention vor sexualisierter Gewalt im Verein eingeladen.

Wenn Vereine in einer heterogenen Gesellschaft Nachwuchs gewinnen wollen, müssen sie Kinder und Jugendliche beständig einbinden, meinten der Verbandsgeschäftsführer Andreas Kleinhenz und Roland Preußl in ihrem Vortrag. Dazu müsse man den Nachwuchs nach seiner Meinung fragen, ihm Verantwortung übertragen und ihn in Entscheidungen einbeziehen.

Kleinhenz hatte bei der Eröffnung bereits auf den nächsten Kongress 2019 hingewiesen, für den die Teilnehmer Themenwünsche äußern konnten. Dann werden voraussichtlich auch die Rossfelder Musikanten wieder mit von der Partie sein – und die Teilnehmer, die „tolle Veranstaltung, Danke!“ rückgemeldet haben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.