Touristenströme sollen entzerrt werden

(Foto: Stadt Bamberg)

BAMBERG - Konstruktive Gespräche mit Flusskreuzfahrt-Anbietern. Die Anbieter von Flusskreuzfahrten wollen gemeinsam mit der Stadt Bamberg Lösungen erarbeiten, wie die Besucherströme in der Innenstadt entzerrt werden können. Erste Ideen erörterten alle Beteiligten vergangene Woche zusammen mit Bürgermeister Dr. Christian Lange, zu dessen Zuständigkeitsbereich der Tourismus gehört, und Tourismusdirektor Andreas Christel. Die Gesprächsrunde war schon vor dem Beschluss des Stadtrates, den Haltepunkt für Shuttlebusse ab 1. Januar von der Promenade an die Mußstraße zu verlegen, vereinbart worden.

Die Flusskreuzfahrt erlebt derzeit einen Boom. Allein im Jahr 2014 legten in Bamberg 796 Schiffe an. 243 mehr als im Vorjahr, in dem 553 Schiffe gezählt wurden. Wie Lange ausführte, stehe einer Studie zufolge die große Mehrheit der Bevölkerung den Flusskreuzfahrern positiv gegenüber. „Es gibt aber auch eine wachsende Minderheit, welche die Entwicklung mit Sorge betrachtet. Diesen Bedenken wollen und müssen wir Rechnung tragen, damit die insgesamt gute Stimmung gegenüber den Besuchern nicht getrübt wird.“

Zwar seien der größte Teil der Besucher Bambergs keine Flusskreuzfahrer, doch seien diese einfach in der öffentlichen Wahrnehmung präsenter. „Die Shuttlebusse sind meist zur gleichen Tageszeit unterwegs, die Teilnehmer gehen denselben Weg und sind deutlich als Gruppe erkennbar.“ Der Bürgermeister betonte, es gehe nicht darum, Hürden aufzubauen. „Uns ist jeder willkommen, der die Schönheit Bambergs genießen möchte.“ Ziel sei es, angesichts der Wachstumsraten der Branche die Kritik aufzugreifen und gemeinsam Alternativen zu entwickeln. Der Nürnberger Wirtschaftsreferent und Vorsitzende des Deutschen Wasserstraßen und Schifffahrtsvereins Rhein-Main-Donau, Dr. Michael Frass, stellte in diesem Zusammenhang Lösungsansätze vor, die in Nürnberg umgesetzt wurden. Er bot seine Unterstützung an.

Lange und Christel schlugen den Reedereien vor, ihren Kunden verschiedene Führungen zur Auswahl anzubieten. Diese könnten dann auch an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet starten. Durch neue Routen, mehr Haltepunkten und kleineren Gruppen – so der Plan – sollen die Besucher zeitlich und räumlich besser verteilt werden. Die Anbieter zeigten sich gegenüber den Vorschlägen aufgeschlossen und erklärten sich bereit, gemeinsam mit den Experten vom TKS für die Klientel der jeweiligen Reederei individuell zugeschnittene Lösungen auszuarbeiten.

Im Rahmen des Treffens wurde eine wissenschaftliche Studie vorgestellt, die zum einen den Wirtschaftsfaktor, den der Flusskreuzfahrttourismus in Franken hat, beleuchtet und zum anderen die Haltung der lokalen Bevölkerung gegenüber diesem Tourismussektor. Die für Bamberg wesentlichen Ergebnisse der Studie hat der TKS zusammengefasst und sind im Internet unter http://tourismusforum.bamberg.info/2015/10/spannungsfeld-flusskreuzfahrer/ einsehbar.

Auskünfte zum Thema:

Pressestelle Stadt Bamberg
Bürgermeisteramt
Maximiliansplatz 3
96047 Bamberg
Kontaktformular
Telefon : 0951 87-1037

Quelle: Stadt Bamberg
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