Seniorenpower mit Dr. Thomas Goppel: Wir sind die größte Wählergruppe!

Gruppenbild nach dem erfolgreichen Infonachmittag (v.l.) Prof. Dr. Bernd Schulze, Marlene Mortler, Cornelia Griesbeck und Dr. Thomas Goppel. (Foto: © Renate Brügmann)

ROTH (pm/vs) - Viel Beifall für Dr. Thomas Goppel gab es im vollbesetzten Saal des Gasthauses Lohgarten. Goppel war auf Einladung der Senioren-Union (SEN) und Frauen-Union (FU) im Kreisverband Roth gekommen, um zusammen mit Marlene Mortler (MdB) über das Thema „Rolle der Senioren in unserer Gesellschaft“ zu sprechen und zu diskutieren.


Zu der Veranstaltung konnte der Kreisvorsitzende der SEN, Prof. Dr. Bernd Schulze, neben zahlreichen Besuchern unter anderem die Vorsitzende der FU Bezirk Mittelfranken Cornelia Griesbeck, die Ehrenvorsitzende der SEN Roth Elfriede Kolb und den 1. Bürgermeister von Roth Ralph Edelhäußer begrüßen.Schulze betonte eingangs die Bedeutung der Senioren für die Bundestagswahl, stellen doch die über 60-Jährigen mit 36 Prozent die größte Wählergruppe.
Thomas Goppel, nach eigenen Worten nicht unbedingt im Wahlkampf unterwegs, referierte nicht nur über Seniorenpolitik. Er hob gleich zu Beginn die Bedeutung der Familie als Wertmaßstab hervor und positionierte sich eindeutig gegen die „Ehe für Alle“. Auch sei er gegen die Abschaffung des Ehegattensplittings. Großes Lob hatte er für Innenminister Joachim Hermann übrig, dem er bei einem Wahlsieg der Union eine bedeutende Rolle in der Bundespolitik zutraut. Ein weiteres zentrales Thema waren Flüchtlingspolitik, Migration und Integration. In diesem Zusammenhang wurde die Arbeit von Bundesminister Gerd Müller mit neuen Ansätzen in der Entwicklungspolitik gewürdigt. Und natürlich wurde die Rente nicht ausgespart. Hier wie auch in der späteren Diskussion wurde auf die Lebensleistung der Frauen und Mütter hingewiesen, die in der heutigen Zeit eine zu geringe Akzeptanz erfahre, gleichzeitig ein Aufruf, weiter für den dritten Punkt bei der Mütterrente zu kämpfen. An dieser Stelle betonte Marlene Mortler, dass das Rentenkonzept bis 2030 stehe und im Wahlkampf bewusst keine weiteren Versprechen von der Union getätigt werden, die dann nicht eingehalten werden können und die Union sich somit nicht an einem Bieterwettbewerb beteiligt. Wichtig sei vielmehr, dass die nächste Regierung ein tragfähiges Modell über die Zeit danach erarbeite. Die Bundestagsabgeordnete warnte davor, die Wahl schon als entschieden zu betrachten und forderte die Besucher auf, in jedem Fall wählen zu gehen.
In der anschließenden Fragerunde wurden von den Referenten geduldig alle Fragen beantwortet, beispielsweise zum Bildungswesen, das nicht mehr auf die Bedürfnisse der Kinder, eher auf die der Eltern und Lehrer abgestimmt sei, zur Landwirtschaft mit der Gefahr von Monokulturen und Bienensterben und zur Wohnungspolitik mit der Forderung nach bezahlbaren Wohnungen. Hier unterstützte Goppel die Schaffung von eigenem Wohnraum, mahnte aber gleichzeitig zur Beschränkung. Vielfach stehe im Alter nicht mehr genutzter Wohnraum leer.
Insgesamt erlebten die Anwesenden einen interessanten Nachmittag, an dem sich Thomas Goppel nach wie vor als eloquenter Politprofi erwies, der die verschiedenen Themen mit Anekdoten und persönlichen Erlebnissen anschaulich abhandelte.
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