Bewegender Abschied von Altbürgermeister Hermann Stamm

Der Trauerzug mit Dekan Klaus Siegler. Foto: Victor Schlampp
SCHWABACH (vs) - Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ist am Freitag Schwabachs verdienter Altbürgermeister Hermann Stamm auf dem Waldfriedhof beigesetzt worden.

Da die Kapelle dort für die Trauergäste viel zu klein gewesen wäre, und die evangelische Stadtkirche wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung stand, wurde die offizielle Feier in die katholische Kirche St. Sebald verlegt. Die Trauerrede hielt der evangelische Dekan Klaus Stiegler. Als politischer Hauptredner konnte der Bayerische Finanzminster Dr. Markus Söder gewonnen werden. Weitere Ansprachen hielten Hermann Stamms langjähriger politischer Weggefährte Karl Freller (CSU-Kreisvorsitzender und MdL), der Schulleiter von Hermanns Stamms ehemaligem Wirkungsort, der Staatlichen Realschule Schwabch, Norbert Mager, und der Vorsitzende der Schultheiss Wohnbau AG, Anton Waffler.
„Die fast vierzigjährige Freundschaft, die Hermann Stamm mit mir und meiner Familie verband – er war auch Pate unseres Sohnes Andreas - war für mich eines der größten Geschenke des Lebens. Ich habe ihm so viel zu verdanken. Wir waren nicht immer einer Meinung, haben mitunter auch heftig um Inhalte gestritten, doch nie, nie gab es auch nur einen einzigen Tag, der uns entzweite“, so Karl Freller in seiner persönlichen Würdigung des Verstorbenen. Und weiter: „Was mich an Hermann Stamm auch so faszinierte, war seine selbstlose Hilfsbereitschaft. Wie oft war er Ratgeber für verzweifelte Eltern, auch spätabends und am Wochenende, wie streitbar hat er sich für Schülerinnen und Schüler eingesetzt, die – gelegentlich auch außerschulisch - in Bedrängnis geraten waren. Und als Integration und Inklusion an deutschen Schulen noch Fremdwörter waren, nahm er erst recht ein körperbehindertes Kind im Rollstuhl an seiner Schule auf. Er ließ sich von der Kultusbürokratie nicht davon abbringen“.
Im Rahmen der Beisetzung auf dem Friedhof hatte Dekan Klaus Stiegler auch eine tröstliche Botschaft für die Trauergemeinde und für Stamms Sohn Markus. Jetzt sei er wieder mit seiner geliebten Frau Rita vereint, die 1986 im Alter von nur 44 Jahren verstorben war und an gleicher Stelle begraben ist. Denn der Tod, so Stiegler, sei den Christen nicht das Ende, sondern der Anfang eines neuen Lebens.
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