Diakonie Roth-Schwabach schult ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen

Am 4. Februar starten die Schulungen für Männer und Frauen, die ehrenamtlich bei der Betreuung von Demenzkranken mitarbeiten wollen. (Foto: oh)

REDNITZHEMBACH (pm/vs)- Die Angehörigenberatung Roth-Schwabach bietet auch in diesem Jahr eine Schulung für freiwillige Helferinnen und Helfer an. Die Schulung findet an sieben Nachmittagen jeweils von 14 bis 19 Uhr statt und beginnt am Mittwoch, den 4. Februar 2015. Sie umfasst insgesamt 40 Stunden.


Die Teilnahme ist Voraussetzung, um als Helferin oder Helfer bei der Angehörigenberatung eingesetzt zu werden. Die Schulung ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl begrenzt. Die späteren Einsätze werden im Rahmen der Ehrenamtspauschale vergütet.
Die geschulten Helfenden werden auf die Einsätze zur stundenweisen Entlastung im häuslichen Umfeld und in der Demenzgruppe vorbereitet. Die Einsätze sollen idealerweise ein- bis zweimal die Woche bei den Klienten zu Hause sein. Hier wird immer auf Wohnortnähe der Helfer geachtet. Der Einsatz findet im Raum Schwabach/Rednitzhembach/Stadt Roth sowie im Landkreis Roth statt. Wichtig ist es, dass immer die gleiche Helferin bei den Klienten vor Ort ist. Ein besonderer Glücksfall ist es, wenn sich der Klient und die Helferin schon auf dieses Treffen freuen und zusammen harmonieren oder die Chemie stimmt. Viele unserer Helfenden sind schon fast zu einem Familienmitglied geworden und ergänzen perfekt die Betreuung in der Familie. Zum Einsatz können die Helferinnen und Helfer auch in der Demenzgruppe „Schlüsselblume“ in Rednitzhembach oder andere Ortsnahe Demenzgruppen kommen. Ziel ist es die pflegenden Angehörigen zu entlasten, indem die Helfenden, den Erkrankten stundenweise zu Hause zu beschäftigen und beaufsichtigen. Dabei wird versucht, auf die noch vorhandenen Fähigkeiten der Erkrankten einzugehen. Während ein Kranker vielleicht gerne spazieren geht, freut sich der andere über ein Gespräch. Diese wertvolle Zeit nutzen die Angehörigen in der Regel, um wichtige Termine wie Behördengänge, Einkäufe oder zur Kontaktpflege und Entspannung wahr zu nehmen.
Die angebotene Schulung gibt den Teilnehmern Einblicke in den Krankheitsverlauf einer Demenz, Basiswissen im Krankheitsbild, Kommunikationstechniken und Umgang mit herausfordernden Verhalten, angeleitete Praxiseinsätze sowie Handlungskompetenz, Rollenverständnis und rechtliche Aspekte. Die enorme Belastung, denen pflegende Angehörige täglich ausgesetzt sind, werden hier ebenfalls verdeutlicht.
In der Schulung werden gemeinsam Umgangsformen und ein Rollenverständnis sowohl des Betroffenen als auch der Angehörigen und ihrer Rolle als Helfende erörtert. Anhand von Fallbeispielen in Kleingruppenarbeit können diese dann eingeübt werden. In dem Kreis von Gleichgesinnten, werden die Schulenden ihre Kenntnisse schnell umsetzen können. Auch rechtliche Fragen werden zum Thema.
Nach den vorgeschriebenen 40 Unterrichtseinheiten erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat zur Bestätigung der Teilnahme überreicht und werden über die Angehörigenberatung Roth-Schwabach, in Absprache mit den Kursteilnehmerinnen und -nehmer in die betreffenden Stellen übermittelt.
Bei weiteren Infos und Fragen, die gerne beantwortet werden, wenden sich interessierte bitte telefonisch an die Leiterin der Demenzgruppe Inge Rudolph unter 09122/9256303.
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