Ein Denkmal für die Schwabacher Goldschläger

Oberbürgermeister Matthias Thürauf (r.) bedankt sich bei Jürgen Franzke (l.) und Armin Haferung, dass es nun ein fachkundiges Buch über die Schwabacher Goldschläger gibt. (Foto: © Victor Schlampp)

SCHWABACH - (vs) Das Goldschlägerhandwerk hat in Schwabach eine lange Tradition und es ist zudem ein wichtiger Baustein für touristische Angebote. Umso mehr erstaunt, dass es zu diesem Thema bis vor einigen Tagen keine umfassende Publikation gegeben hat. Diese Lücke füllt der Schwabacher Autor Dr. Jürgen Franzke nun mit seinem Buch „Die Goldschläger von Schwabach“ ebenso umfassend wie unterhaltsam aus.

Ein Jahr lang hatte der passionierte Historiker mit Hilfe der Stadt Schwabach, des Stadtmuseums und der NORIS Blattgoldfabrik in den Archiven gestöbert und umfangreiche Dokumente zusammengetragen. Heraus gekommen ist ein 120 Seiten starkes Buch, das hinsichtlich Themen- und Fotoauswahl sowie der Druckqualität kaum Wünsche offenlässt.
Dieser Tage fand im Stadtmuseum die offizielle Übergabe der ersten druckfrischen Exemplare an den Schwabacher Oberbürgermeister Matthias Thürauf statt. Dabei bedankte sich Dr. Jürgen Franzke unter anderem beim Geschäftsführer der NORIS Blattgoldfa-brik, Armin Haferung, der das Buchprojekt durch eine großzügige Spende überhaupt erst möglich gemacht habe.
Dr. Jürgen Franzke, der unter anderem das „Projekt Industriekultur“ der Stadt Nürnberg aufgebaut und als Direktor das DB-Museum erfolgreich modernisiert hat, liefert in seinem Werk „Die Goldschläger von Schwabach“ umfassende Informationen nicht nur zur Geschichte des Goldschlägerhandwerks in Schwabach, sondern zeigt auch zahlreiche Details, wie Blattgold verarbeitet wird und erklärt anhand der Noris Blattgoldfabrik GmbH, wie in einem modernen Betrieb heute das begehrte Edelmetall in Form gebracht wird. Natürlich darf auch die Beschreibung der Goldschlägerwerkstatt im Stadtmuseum sowie die in der Nähe des Marktplatzes aufgebaute Goldschläger-Schauwerkstatt nicht fehlen. Wer möchte, kann zudem gerne in Schwabach selbst aber auch weltweit auf der Suche nach Gebäuden gehen, bei denen im Außen- oder Innenbereich Schwabacher Blattgold verwendet worden ist. In dem Buch finden sich eindrucksvolle Fotografien. Außedem gibt es ein Wiedersehen mit dem vor fünf Jahren verstorbenen Goldschlägermeister Herbert Vestner, der sachkundig und humorvoll seit 2006 viele Vorführungen des Blattgoldschlagens im Stadtmuseum durchgeführt hatte.
Das Buch „Die Goldschläger von Schwabach“ mit seinem originell gestalteten Cover - in dieses ist eine einem echten Blattgoldbogen täuschend ähnliche Folie eingelassen - ist in einer Auflage von 1.200 Exemplaren erschienen und kann zum Preis von 19,90 Euro unter anderem in der Schwabacher Buchhandlung Kreutzer am Marktplatz sowie im Stadtmuseum und im Bürger-Büro (Rathaus) erworben werden.
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