Frankens Spitzen auf Weltreise

Foto: dapd

Klöppelmuseum zeigt Sensationsfund

ABENBERG - Das Klöppelmuseum auf der Burg Abenberg zeigt bis Ende dieses Jahres einen einzigartigen Fund im Rahmen einer Sonderausstellung.

Bei Renovierungsarbeiten in einem Abenberger Haus waren Ende 2011 zahlreiche Kartonblätter mit hervorragend erhaltenen Musterrücken für Gold- und Silberspitzenarbeiten zum Vorschein gekommen. In diesem Haus hatte Michael Hiemer, einer der bedeutendsten Spitzenhändler des Ortes, von 1865 bis 1890 seinen Handel mit Metallspitzen betrieben. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Kartonblätter als Muster für die damals in Heimarbeit beschäftigten Klöpplerinnen dienten. Die Exponate sind damit mehr als 130 Jahre alt – um die Zeit der Jahrhundertwende waren die so genannten leonischen Spitzen weltweit gefragt und wurden vor allem in den Orient und den asiatischen Raum exportiert.

Begleitend zur Ausstellung ist das Buch „Edler Glanz – Gold- und Silberspitzen aus Abenberg“ erschienen. Das Museum und die Sonderausstellung sind im Monat März donnerstags bis sonntags geöffnet, von April bis Oktober kann man die Präsentation auch dienstags und mittwochs besuchen. Im November und Dezember gilt wieder die März-Regelung. Öffnungszeiten sind jeweils von 11 bis 17 Uhr. Auch an den Feiertagen (unter anderem Oster- und Pfingstmontag) ist offen.

Weitere Informationen auch für Eintrittspreise und Gruppenbesuche gibt es unter Telefon 09178/90618 oder im Internet:

http://www.museen-abenberg.de/






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