Gewerbeverein Rednitzhembach macht bei seinem Neujahrsempfang Mut für Zukunft

Glückliche Gesichter nach dem Neujahrsempfang (v.l.) Marcel Schneider, Heinrich Mosler und Jürgen Spahl. (Foto: Victor Schlampp)

Rednitzhembach (vs) - Wenn der GewerbeVerein Rednitzhembach zu seinem Neujahrsempfang einlädt, ist der große Saal im Gemeindezentrum immer rammelvoll. Das ist auch in diesem Jahr so gewesen. Als Festredner konnte 1. Vorstand Marcel Schneider den Handwerkskammerpräsidenten Heinrich Mosler begrüßen.

In seiner Auftaktrede wies Marcel Schneider auf die Neuwahlen der Vorstandschaft im März 2015 hin. Falls der wieder als Vorsitzender gewählt werden sollte, wäre dies seine letzte Amtsperiode, da laut Satzung nur eine zweimalige Wiederwahl möglich sei. In Gesprächen hinterher konnten zahlreiche Gäste diese Argumentation nicht nachvollziehen. Warum sollte ein erfolgreicher und beliebter Vorstand nicht sooft bestätigt werden, wie er und die anderen Mitglieder dies wollen? Das ruft geradezu nach einer Satzungsänderung.

Tolerante Gesellschaft gefordert

Noch im Schock über das Attentat auf die Pariser Satirezeitung hielt Marcel Schneider ein leidenschaftliches Plädoyer für eine offene, tolerante und freie Gesellschaft auch gegenüber den Asylbewerbern. Rednitzhembachs Erster Bürgermeister Jürgen Spahl lobte die Arbeit des Gewerbevereins, der immer wieder neue Akzente setze. Als Beispiel nannte er das Weinfest, das allen Skeptikern im Vorfeld zum Trotz jedes Jahr ein voller Erfolg sei. Jürgen Spahl plädierte dafür, für Neues offen zu sein und das „Wir“ gegenüber des „Ichs“ zu bevorzugen. Vielleicht meinte der Bürgermeister, ohne es auszusprechen, die Diskussion über den neuen Theatersaal? Am 1. März wird es einen Bürgerentscheid zu diesem Thema geben.
Wie eine Bombe schlug im Anschluss daran die Rede des Handwerkskammerpräsidenten Heinrich Mosler ein. Allen dürstern Prognosen zum Trotz sei 2014 das beste Jahr für das mittelfränkische Handwerk gewesen seit dem zweiten Weltkrieg. Lauf einer aktuellen Umfrage hätten 90 Prozent ihre wirtschaftliche Lage als gut bis befriedigend eingestuft. 2008 habe dieser Wert bei unter 50 Prozent gelegen. 22.500 Betriebe, 125.000 Beschäftigte, 9.000 Lehrlinge und 12 Milliarden Euro Jahresumsatz alleine in Mittelfranken: Heinrich Mosler geriet ins Schwärmen als er zusammenfasste „wir sind glücklich und zufrieden“. Doch, wo viel Licht, da gibt es auch Schatten, nicht in Mittelfranken, aber doch bundesweit gesehen. Heinrich Mosler warnte vor einer Akademisierung und vor der weiteren Aufgabe des Meisterbriefes. Wenn das Handwerk keinen gut ausgebildeten Nachwuchs mehr habe, sehe es für die deutsche Wirtschaft der Zukunft düster aus, denn so Mosler: „Handwerk ist die Wirtschaftsmacht von nebenan“.
Traditionell werden beim Gewerbeempfang Gelder für einen guten Zweck gesammelt. In diesem Jahr war der Verein „Herzpflaster“ an der Reihe. Er unterstützt Kinder mit Herzkrankheiten und deren Angehörige.
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