Joachim Herrmann zu Besuch im IREM Schwabach

Gruppenfoto (v.l.) Schwabachs Oberbürgermeister Matthias Thürauf, Karl Freller, Prof. Dr. Peter Bradl, Joachim Herrmann, Prof. Dr. Robert Grebner, Prof. Dr. Gabriele Saueressig (Vizepräsidentin FHWS), Prof. Dr. Christian Bauer (stellvertretender Leiter IREM) und Frank Klingenberg. (Foto: © Victor Schlampp)

SCHWABACH (vs) - Hoher Besuch in Schwabach: Am Freitag war der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann zu Gast im neu gegründeten Institut Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement (IREM). Er wollte sich vor Ort ein Bild dieser einzigartigen und für die Zukunft wichtigen Einrichtung machen.


Das IREM ist eine Zweigstelle der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS). Maßgeblich durch den Einsatz des Schwabacher Landtagsabgeordneten Karl Freller (CSU) und des Schwabacher Bildungsreferenten Frank Klingenberg hatte die Goldschlägerstadt den Zuschlag für diese Einrichtung bekommen. Schwabach ist damit seit März 2015 Hochschulstandort.
Im IREM sollen unter anderem die Grundlagen für einen neuen Studiengang zum Thema „effektiver Rettungsdienst und Katastrophenschutz“ erarbeitet und Rettungskräfte für eine bessere Zusammenarbeit bei verschiedenen Einsätzen geschult werden, egal, ob Kinder im Winter auf einem zugefrorenen See einbrechen, oder eine Massenpanik bei einem Rockkonzert ausbricht.
Ein erster Erfolg war die wissenschaftliche Begleitung und Aufarbeitung des G7-Treffens. Mit diesen Daten und den Daten anderer Großveranstaltungen sollen den Rettungskräften und Einsatzleitern künftig schon im Vorfeld fundierte Daten an die Hand geben werden, mit welchen Problemen sie möglicherweise rechnen müssen. Fragestellungen können unter anderem sein: Wieviele Leute passen auf ein Festivalgelände, gibt es genügend Rettungswege, muss mit Demonstrationen gerechnet werden, haben sich Deeskalationsstrategien seitens der Polizei in der Vergangenheit bewährt, oder muss hart durchgegriffen werden?
Brandaktuell, so der IREM-Leiter, Prof. Dr. Peter Bradl, stelle sich die Problematik jetzt täglich für die Rettungskräfte aufgrund der vielen Flüchtlinge aus dem Nahen Osten. In diesem Zusammenhang appellierte Bradl, an den Bayerischen Innenminister, finanzielle Möglichkeiten zu überprüfen, um freiwillige Helferinnen und Helfer aus der Bevölkerung zu schulen. Das Problem, so Bradl, sei, dass viele Menschen sich ehrenamtlich einbringen möchten. Immer wieder komme es jedoch vor, dass dadurch die Arbeit der professionellen Helferinnen und Helfer behindert werde.
Für Prof. Dr. Robert Grebner, Präsident der FHWS ist dies auch in interessantes wissenschaftliches Forschungsgebiet. Bereits zum Sommersemester 2016 werde ein Studium zu diesem Thema angeboten. Joachim Herrmann lobte das IREM und versprach, sich bei der Staatsregierung für die finanzielle Förderung einzusetzen. Zur Erinnerung an diesen Tag bekam er von Prof. Dr. Peter Bradl ein Modell-Polizeiauto überreicht. Es parkt sicher und zukunftsweisend auf dem IREM-Parkplatz.
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