Neujahrsempfang der CSU Schwabach

Gruppenfoto nach dem gelungenen Neujahrsempfang (v.l.) Karl Freller, Johannes Hintersberger, Oberbürgermeister Matthias Thürauf, Rosy Stengel, Detlef Paul (CSU-Fraktionsvorsitzender im Schwabacher Rathaus) und Wolfram Göll. (Foto: © Victor Schlampp)

SCHWABACH (vs) - Johannes Hintersberger versteckt sich nicht. Klar bekennt sich der Staatssekretär des Bayerischen Arbeits- und Sozialministeriums zu seinem katholischen Glauben. Als Gastredner beim Neujahrsempfang der CSU Schwabach in Stadtmuseum steht für ihn bei den Problemen der Flüchtlinge der Mensch im Mittelpunkt.

Für Hintersberger steht außer Frage, dass man den Verfolgten helfen müsse. In diesem Zusammenhang dankte er den vielen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die im Freistaat Bayern fast Übermenschliches leisten, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Leider gelte dies nicht für alle Bundesländer und europäische Staaten, die ihre Aufnahmequoten nicht erfüllten. Es sei das souveräne Recht Bayerns, an seinen Grenzen zu kontrollieren, um unkontrollierte Zuwanderung zu vermeiden. Ganz entschieden verteidigte er auch das Recht der Bevölkerung, Kritik an der Asylpolitik der Bundesregierung zu üben und zu sagen „wir schaffen das nicht“, ohne in eine rechtsradikale Ecke gedrängt zu werden. Und Hintersberger steht dazu, dass sich die Asylbewerber an die Werte des Grundgesetzes und die deutsche Leitkultur halten müssten. Gewalttätige Übergriffe von Migranten müssten mit ganzer Härte des Gesetzes geahndet werden. „Die Menschen in Deutschland müssen sich darauf verlassen können, dass der Staat keine rechtsfreien Räume duldet“, so Hintersberger. Er warnte vor einem Riss durch die Gesellschaft.
Bereits zuvor hatte der CSU-Kreisvorsitzende Karl Freller, der zusammen mit Alt-Bürgermeisterin Rosy Stengel und dem Ortskreisvorsitzenden der CSU Eichwasen, Wolfram Göll, zum Neujahrsempfang eingeladen hatte, die Problematik angesprochen. Als Direktor der Stiftung bayerischer Gedenkstätten ist er ein unermüdlicher Mahner, die Schrecken des nationalsozialistischen Terrors mit Millionen von Toten nicht zu vergessen. Auch damals sei am Anfang der Tragödie der Hass gegen Volksgruppen gestanden. Auch Freller dankte allen, die sich vor Ort um die Flüchtlinge kümmern für deren Einsatz und erklärte, dass Bayern mit seinen 14 Millionen Einwohnern nicht alle Flüchtlinge aufnehmen und betreuen könne.
Zum Abschied gab es für Johannes Hintersberger eine Flasche echten Schwabacher Goldsektes: Als Erinnerung an die große Vergangenheit von dessen Heimatstadt Augsburg, die im Mittelalter ein bedeutender Goldschläger-Standort gewesen war, und vielleicht auch, um nach dem Genuss die aktuelle Flüchtlingsproblematik weniger dramatisch zu sehen, als sie in Wirklichkeit ist.
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