Stadt kontrolliert Publikumsmagneten: Ein Zelt - 340 Mitarbeiter

Krone Kontrolle,Manege frei: Der Geschäftsführer des Circus Krone Georg Klötzinger, René Sauerteig und Steffen Kohlepp von der Stadt Würzburg nach dem Rundgang in Sachen Sicherheit (Foto: Sebastian Hilpert)

WÜRZBURG - Ein kräftiges Rütteln an den tief verankerten Erdnägeln. „Sitzt!“, stellt Baukontrollmeister Steffen Kohlhepp zufrieden fest. „Das Abwenden von Gefahren für Leib und Leben ist die wichtigste Vorgabe für unsere Baukontrolle“, ergänzt der städtische Mitarbeiter noch bevor der Einsatz auf der Talavera weiter geht. Geprüft wurde aktuell der größte Wanderzirkus der Welt. Der „Circus Krone“ ist eine riesige temporäre Veranstaltungsstätte, die natürlich zahlreiche Sicherheitsauflagen erfüllen muss.

Der Fachbereichsleiter der Würzburger Bauaufsicht René Sauerteig und sein Baukontrollmeister Kohlhepp gehen beim Ortstermin eine lange Checkliste durch. Begleitet werden sie durch den Geschäftsführer des Zirkus, Georg Klötzinger. Das Zelt ist kein gewöhnliches: mit 3000m² ist es fast doppelt so groß wie die Sporthalle der s.Oliver Arena und für die Gäste gibt es 4500 Sitzplätze in verschiedenen Preiskategorien und Höhen.

Die wenigen kleinen Mängel, die sich auf der Kontrollrunde zeigen, wie beispielsweise eine nicht geschlossene Lasche an einem Vorzelt, werden sofort behoben. Man merkt, dass hier Profis am Werk sind. Der Auf- und Abbau des 16 Meter hohen Zelts wird im Jahr Rund 32 Mal in ganz Deutschland „geprobt“ Für den Aufbau benötigt man nur einen Tag und sechs Stunden für den Abbau.

Das geht natürlich nur mit vielen Mitarbeitern, 340 sind es, die mit dem „größten reisenden Zirkuszelt der Welt“ von Stadt zu Stadt ziehen und sich um die vielen notwendigen Handgriffe kümmern.

Nach fast zwei Stunden kann Kohlhepp den Stempel der Stadt Würzburg und seine Unterschrift in die Baubücher setzen: Alles sicher. Aber die Bauabnahme ist nur eine Prüfung von vielen, die der Zirkus auf der Reise und am Heimatort bestehen muss. Am nächsten Tag folgt beispielsweise das städtische Veterinäramt. Geprüft werden dann die Unterbringung und der Zustand der 200 Wildtiere, die mit dem Zirkus reisen.


Quelle: Stadt Würzburg
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