Wo Nachwuchsförderung auf Jugendförderung vor Ort trifft – Der 13. Kissinger KlavierOlymp

BAD KISSINGEN - Vom 8. bis 11. Oktober messen sich je drei hochbegabte junge Pianistinnen und junge Pianisten in Bad Kissingen, beim Kissinger KlavierOlymp.

Die aufstrebenden Nachwuchskünstler haben bereits internationale Preise gewonnen und spielen im bekanntesten Kurort Deutschlands um einen Auftritt als Solist mit großem Orchester beim Klassikmusikfestival KISSINGER SOMMER 2016. Schüler und Studenten bekommen bereits ab drei Euro Karten.

„Drei Euro kostet bei einem Kinobesuch alleine das Popcorn“, erklärte Oberbürgermeister Kay Blankenburg und stellte damit gleich den Schwerpunkt des Nachwuchswettbewerbs Kissinger KlavierOlymp heraus: Jugend- und Nachwuchsförderung. Denn für gerade drei Euro bekommen Schüler und Studenten bei dem kleinen Herbstfestival im bekanntesten Kurort Deutschlands Eintrittskarten an den Konzertkassen vor Ort. Damit sollen Jugendliche an die klassische Musik herangeführt werden, so Kay Blankenburg.

Die sechs Teilnehmer kommen aus fünf Ländern: China, USA, Albanien, Polen und Kuba. Der jüngste KlavierOlympionike, der Amerikaner Maxim Lando, ist zwölf Jahre alt. „Er sieht aus wie Harry Potter – er ist klein, hat eine Brille", beschrieb Intendantin Dr. Kari Kahl-Wolfsjäger. Lando kommt das erste Mal nach Deutschland. Er ist Stipendiat der Lang Lang Stiftung.

Ebenfalls aus den USA reist Clayton Stephenson an, der zudem auch von der Lang Lang Stiftung unterstützt wird. „Er erinnert mich an Lang Lang. Er lächelt immer und ist ein wahnsinniger Charmeur“, beschrieb Kari Kahl-Wolfsjäger. Clayton hat es sich in seiner Heimat zur Aufgabe gemacht Kinder, die Interesse am Klavierspielen haben zu unterstützen.

Shizhe Shen studiert in Hannover, spricht sehr gut Deutsch und wird am Jack-Steinberger-Gymnasium ein Schülerkonzert gestalten. Zusätzlich stellt sich die 20-Jährige hier den Fragen der Gymnasiasten.

Jorge González beschrieb Intendantin Kari Kahl-Wolfsjäger, ob seiner Herkunft als einen Exoten. Denn sie habe nicht damit gerechnet, einen jungen talentierten Pianisten aus Kuba nach Bad Kissingen zu bringen. „Für sein Alter hat er schon viel gemacht und einiges an Preisen gewonnen“, so Kahl-Wolfsjäger.

Mit Julia Kociuban kommt die älteste Teilnehmerin nach Bad Kissingen. Mit 23 Jahren ist sie „eine ausgewachsene junge Pianistin. Ich habe sie im Herkulessaal in München gehört. Sie hat voll überzeugt und eine tolle Kritik bekommen, obwohl sie keiner kannte“, weiß die Intendantin.

Marie-Ange Guci ist in Albanien geboren und lebt nun in Paris. Die 18-Jährige passe sehr gut in die Mischung der jungen Künstler, so Kahl-Wolfsjäger. Sie sei sehr interessant und sehr musikalisch.

Alle sechs der hochbegabten jungen Pianisten werden im nächsten Jahr beim KISSINGER SOMMER auftreten. Doch nur der Gewinner des Jury-Preises wird als Solist mit großem Orchester auf der Bühne stehen. Der Kissinger KlavierOlymp wird überwiegend von Mitgliedern des Fördervereins Kissinger Sommer finanziert. Bad Kissinger Bürger stellen den jungen Talenten ihre Flügel zum Üben zur Verfügung.

Die Einzelkarte kostet 20 Euro. Wer die sechs Einzelkonzerte und das Abschlusskonzert – welches übrigens vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt ausgestrahlt wird – besucht, der kann sich an der Vergabe des Publikumspreises beteiligen. Alle Konzerte gibt es im Abo für 100 Euro. Für die Jugendförderung gibt es im Vorverkauf 50 Prozent Rabatt auf die Tickets für Schüler und Studenten, an der Konzertkasse vor Ort sind für Restkarten nur noch 3 Euro pro Ticket fällig. Eine Familienkarte für Eltern mit Kindern ist schon für 45 Euro pro Konzert zu haben.

Tickets sind erhältlich im Organisationsbüro KISSINGER SOMMER, unter Telefon 0971/ 804 844, per E-Mail unterkissingen-ticket@badkissingen.de. Weitere Informationen gibt es unter www.kissingersommer.de/kissinger-klavierolymp.

Quelle: Stadt Bad Kissingen
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