Die Oberbürgermeister-Galerie wächst Dr. Pia Beckmanns Verdienste gewürdigt

Enthüllt: Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, die Künstlerin Edith Kunz und die ehemalige Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann riskieren zusammen mit vielen Weggefährten und Familienangehörigen einen ersten Blick auf die nun erweiterte Galerie im Rathaus. (Foto: Georg Wagenbrenner)

WÜRZBURG - „Zu den Erfolgen Ihrer Amtszeit gehört es, dass die ehrenamtlichen Strukturen in den Bereichen Kultur, Soziales und Sport, die für unser städtisches Gemeinwesen von unschätzbarem Wert sind, trotz Haushaltskrise aufrechterhalten werden konnten. Ein harter Sparkurs war jedoch unvermeidlich.“, der Nach-Nachfolger im Amt Christian Schuchardt würdigte nun die Verdienste der ehemaligen Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann bei der Enthüllung des neuesten Portraits in der Galerie.

18 Jahre wirkte Dr. Beckmann im Stadtrat, sechs Jahre davon als Oberbürgermeisterin. In ihre Amtszeit fallen wichtige Impulse für die Stadtteile Heuchelhof und die Zellerau im Rahmen des Programms Soziale Stadt. An der B19 entstand ein neues Gewerbegebiet, der Untere Markt wurde mit Tiefgaragenzufahrt neu gestaltet und das Heizkraftwerk erfuhr eine klimafreundliche Neuausrichtung sowie eine stadtbildprägende Außenfassade. In dieser Kulisse ist mit dem Hafensommer seitdem ein neues Kulturfestival zu Hause, das von der ersten Frau an der Spitze der Würzburger Stadtverwaltung auf den Weg gebracht wurde.

Schuchardt nannte zahlreiche wichtige Projekte und Erfolge, die zwischen 2002 und 2008 abgeschlossen oder vorbereitet wurden: „Nicht alle stehen auf dem kleinen Hinweisschildchen zur Amtszeit. Wir wollten nicht, dass diese größer ausfallen als die Bilder selbst“ Mit diesen Eckdaten sind nun alle Bilder der Galerie ausgestattet. So finden Besucher nun beispielsweise auch neben dem Gemälde von Dr. Helmuth Zimmerer den Hinweis, dass sich dieser, neben allen Verdiensten im Amt, nie öffentlich von seiner rassistischen und antidemokratischen Dissertation aus dem Jahr 1936 distanzierte. Die öffentliche Debatte um seine Person sollte nicht spurlos an der Neugestaltung dieser Galerie im ersten Stock des Würzburger Rathauses vorbeigehen.

Gleichzeitig wurden auf Wunsch Schuchardts auch ältere Oberbürgermeister und „Erste Bürgermeister“ in die Galerie aufgenommen. Während Dr. Pia Beckmann aktuell die jüngste Vertreterin ist, geht die Reihe nun zurück bis Dr. Wilhelm Joseph Behr. Dieser wirkte von 1821 bis 1832 und gilt heute als Vorkämpfer des Rechtsstaates und der Volkssouveränität. Gerade im 19: Jahrhundert gibt es nun aber zahlreiche „neue“ Lücken, die man - so noch weiteres geeignetes Bildmaterial gefunden wird - gerne noch schließen würde. Die jetzige Erweiterung - auch um Dr. Ludwig Weis, Dr. Georg Zürn, Dr. h.c. Johann Georg von Steidle und Philipp von Michel - wurde vom Stadtarchiv und der Protokoll-Abteilung begleitet. Das Gemälde Dr. Behrs stellte die Sparkasse Mainfranken zur Verfügung.

Aus ihrer Amtszeit hätte es unzählige Schnappschüsse und Pressebilder gegeben, aber nichts, was als Vorlage für eine OB-Galerie direkt geeignet gewesen wäre und so habe sie sich schließlich der Künstlerin Edith Kunz anvertraut, beschrieb Dr. Beckmann die Entstehung des nun enthüllten Kunstwerks: „Früher habe ich diese Bilder im Rathausflur immer als selbstverständlich hingenommen, nun ist es ein seltsames Gefühl, ebenfalls dort an der Wand zu hängen.“ Für Pia Beckmann nimmt die fotorealistische Darstellung aber nur eine Stellvertreter-Funktion ein: für das Vertrauen der Menschen bei Wahlen und in die einzelnen Entscheidungen, für den damaligen Stadtrat in Gänze und für die gesamte Verwaltung, die letztlich alle Beschlüsse und Entscheidungen praktisch umsetzt.

Quelle: Stadt Würzburg
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