Landkreis Würzburg nimmt heute 50 Flüchtlinge aus München auf

(Foto: Landratsamt Würzburg)
Würzburg. Heute Vormittag, Sonntag, 6. September 2015, wurde das Landratsamt Würzburg informiert, dass heute Abend, wahrscheinlich nach 18 Uhr, ein Bus mit 50 Flüchtlingen aus München in Margetshöchheim eintreffen wird. Dort wurde die Schulturnhalle bereits gestern mit den 23 in der Turnhalle Kirchheim verbliebenen Flüchtlingen belegt. Insgesamt können hier maximal 125 Personen untergebracht und versorgt werden.

Paul Justice, Organisationschef für die Notunterkünfte des Landkreises Würzburg, teilte mit, dass die Asylbewerber noch am Abend in Margetshöchheim von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes dem vorgeschriebenen medizinischen Screening unterzogen werden. Die Hilfsorganisationen und die Freiwillige Feuerwehr Margetshöchheim organisieren die Aufnahme der Flüchtlinge und sorgen für eine warme Abendmahlzeit. Die Regierung von Unterfranken wird heute Abend ein Aufnahmeteam nach Margetshöchheim entsenden, um die Registrierung der Asylbewerber vor Ort durchzuführen. Auch die Polizeiinspektion Würzburg-Land ist in den Organisationsstab integriert und leistet die notwendige Unterstützung.

Stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer dankt allen Hilfsorganisationen – Maltestern, Johannitern und Rotem Kreuz sowie der Freiwilligen Feuerwehr Margetshöchheim für ihren großartigen Einsatz und die unermüdliche Einsatzbereitschaft seit Samstagvormittag. Auch zahlreiche ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger waren bereits gestern vor Ort. „Nur durch das reibungslose Zusammenwirken aller Beteiligten ist diese Aufgabe zu lösen“, betont Haupt-Kreutzer.

Zelte stehen in Zell a. Main für 80 Personen bereit

In Zell a. Main wurden gestern von den drei Hilfsorganisationen unter Mithilfe der Gemeindeverwaltung, des gemeindlichen Bauhofs und der Freiwilligen Feuerwehr Zell eine kleine Zeltstadt für 80 Personen auf dem Parkplatz vor der Maintalhalle errichtet. Hier steht nun alles bereit, falls weitere Zuweisungen aus München in den Landkreis Würzburg erfolgen würden. Die Maintalhalle selbst wird voraussichtlich ab Mittwoch zur Belegung als Notunterkunft bereitstehen, wenn der Turnhallenboden mit einem Schutzbelag versehen ist. „Die einzigartige Flexibilität der Gemeinde Zell mit Bürgermeisterin Anita Feuerbach an der Spitze und dem Einsatz der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr ist es zu verdanken, dass wir aus dem Stand gestern diese 80 Notunterkünfte vorbereiten konnten. Ich danke allen Helfern von ganzem Herzen dafür!“, betont die stellvertretende Landrätin, die gestern ebenfalls vor Ort war. Gleichzeitig bittet Haupt-Kreutzer die Bevölkerung um Verständnis, dass eine Information über die aktuelle Unterbringung der Flüchtlinge in Margetshöchheim und eventuell in den nächsten Tagen auch in Zell nur sehr kurzfristig an die Bürger weitergegeben werden kann, da das Landratsamt selbst stets nur einen sehr kurzen Vorlauf hat.

Das Landratsamt Würzburg hat für die Versorgung und Sicherheit der neu ankommenden Flüchtlinge alles vorbereitet. Ein Sicherheitsdienst ist im 24-Stunden-Einsatz vor Ort, am Sonntag übernehmen das BRK und ehrenamtliche Helfer die Verpflegung. Ab Montag ist mit der Firma Opitec aus Giebelstadt-Sulzdorf ein bereits für die bisherigen Notunterkünfte im Landkreis Würzburg bewährter Caterer verpflichtet. „Wir sind sehr froh über die Zusammenarbeit mit der Firma Opitec, die uns zuverlässig qualitativ gutes Essen zu angemessenen Preisen für die Notunterkünfte liefert“, betont Paul Justice.

Die in der Turnhalle Neue Siedlung in Rimpar verbliebenen Asylbewerber werden wie geplant am Samstag, 12. September, in andere Unterkünfte verlegt, informiert Paul Justice abschließend.

Sportgaststätte an der Maintalhalle

Zells Bürgermeisterin Anita Feuerbach und stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer weisen darauf hin, dass das Restaurant „Il Gatto e La Volpe“ an der Maintalhalle selbstverständlich zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden kann. „Wir danken dem Wirt, Lorenzo Rocco, für sein Verständnis, und appellieren an die Bevölkerung, Familie Rocco durch einen Besuch in der Gaststätte zu unterstützen“, so die beiden Politikerinnen. Denn während der nächsten Wochen, in denen die Maintalhalle als Notunterkunft dient, wird dort kein Sportbetrieb stattfinden und so wahrscheinlich ein Teil der regelmäßigen Kunden wegbrechen.

Quelle: Landratsamt Würzburg
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