Edelmetall-Triple für Zirndorfer Leichtathleten

(Foto: Marcus Grun)
 
(Foto: Marcus Grun)
FÜRTH (mg) - Zwei Tage lang war die Fürther Leichtathletikhalle Mittelpunkt der Bayerischen Leichtathletik. Sowohl die Frauen und Männer als auch die U18-Talente stellten ihr Können unter Beweis.

Bereits am ersten Tag der zweitägigen Veranstaltung konnten die Zirndorfer zwei Medaillen bejubeln. Seit 2015 konnte niemand Tina Pröger den Titel im Weitsprung streitig machen. Auch am Samstag sprang sie mit einer Weite von 5,87 m auf den obersten Podestplatz, gefolgt von den beiden Ecktalerinnen Jasmin Maxbauer mit 5,71 m und Carina Gröll mit 5,52 m.

Der Ausflug auf die Stadionrunde hat sich für Miriam Backer wahrlich gelohnt, vor zwei Wochen ist sie ihren erst zweiten Viertelmeiler gelaufen. Nach vielen Starts über die Kurzsprintstrecken und vielen 4. und 5. Plätzen bei Meisterschaften war Miriam nach ihren Lauf umso glücklicher. Denn am Ende musste sie sich nur Mona Mayer aus Ingolstadt geschlagen geben. Silber war gewonnen. Die Zeit mit 58,09 sec lässt für den Sommer aufhorchen.

Pascal Peter lief in 7,70 sec zu seiner neuen persönlichen Bestzeit beim 60 m Hallensprint.

Ein langer Wettkampftag war es für Marcus Grun, bereits am frühen Vormittag ging es für ihn an den Start über die 60 m. Ist der Start bei den 60 m erst einmal gelaufen so lässt sich hier auch nicht mehr viel aufholen. 7,36 Sekunden sind nicht sein Anspruch. Nach einer gefühlten Ewigkeit, genauer gesagt nach 6 Stunden, ging es dann auf die Rundbahn. Zusammen mit Mustafa Acar und den beiden Memmert’s Alexander und Maximilan kämpfte die Startgemeinschaft bei den Staffeln um eine Bestzeit. Der klare Sieg ging erwartungsgemäß an das Quartett aus München (1:28,14 min), gefolgt von Forcheim (1:30,66 min) und Erlangen (1:30,73 min). Nachdem der erste Start bei den Nordbayerischen solide war, konnte die Bestzeit um acht Zehntel auf 1:34,18 min gedrückt werden – Platz 5.

Auch an Tag zwei durften die Sprinter standesgemäß früh am Morgen auf die Bahn. Marcus war hier erneut über die 200 m gemeldet. Bestzeiten sind in der Halle nicht zu erwarten, zu viel Kraft und Energie kosten die beiden Kurven, mit 23,51 sec war es ein kräftezehrender Abschluss des Wettkampfwochenendes.

Am Sonntag durfte dann auch Kugelstoßerin Zoé Brock in den Ring steigen. Die national erfahrenden Athleten sicherten sich die Podestplätze. Während Selina Dantzler für ihren 17m-Siegesstoß Applaus vom anwesenden Publikum erhielt, gingen die Plätze dahinter mit 13,57 und 13,03 m an Rhona Schmidt (LG Landkreis Roth) und an die noch U16-Athletin Cassandra Bailey (LG Stadtwerke München). Zoé fand nicht ganz in den Wettbewerb, obwohl hier auf ihren ersten und besten Stoß mit 11,49 m doch aufgebaut hätte werden können – am Ende war es Platz 7.

Den Meisterschafts-Abschluss aus Zirndorfer Sicht brachte Pröger im Dreisprung ein. Im Vorfeld war klar, das wird ein spannender Wettbewerb, denn mit Stefanie Aeschlimann war nicht nur ihre neue Trainingskameradin am Start, sondern auch die Favoritin. Aber dass am Ende Sprung-Königin Jasmin Maxbauer, die nicht nur an der Grube gute Ergebnisse erzielt, den Silber-Rang streitig macht, kam doch eher überraschend. Dennoch war es für unsere drittplatzierte der letztjährigen Deutschen Meisterschaften mit 12,02 m der beste Saisoneinstand ihrer Karriere. Tina sicherte sich am Ende mit Bronze ihre zweite Medaille und das dritte Edelmetall für die Bibertstädtler an diesem Wochenende.

Bereits am kommenden Wochenende wird der Schlusspunkt der diesjährigen Hallensaison gesetzt. Dann geht es für Tina und Marcus nach Frankfurt zu den Süddeutschen Meisterschaften.
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