Närrische Zeit beendet

Die Aufgabe des Prinzenpaars hat der Stadtspitze in diesem Jahr einiges abverlangt. Nun ist der Rathausschlüssel aber wieder in den Händen des Bürgermeisters. (Foto: Werner Schieche)

ZIRNDORF - Mit einem grandiosen und akrobatischen Showdown am Zirndorfer Marktplatz ging die närrische Zeit in der Bibertstadt am Faschingsdienstag zu Ende.

Die in der Bibertstadt vorherrschende gut sechswöchige Anarchie ist dank des Einsatzes der Stadtspitze beendet. Wie vom Prinzenpaar Patricia I. und Andy II. beim Sturm aufs Rathaus am 13. Januar aufgetragen, ist Bürgermeister Thomas Zwingel tatsächlich über seinen Schatten gesprungen und als Club-Fan verkleidet zum Faschingskehraus am Marktplatz erschienen. Unter der FCN-Jacke trug er freilich ein Kleeblatt-Shirt, „damit da nichts abfärbt“. Das Prinzenpaar nahm es gelassen, zumal Prinz Andy als eingefleischter „Clubberer“ auch ein Kleeblatt-Trikot angezogen hatte. Auch Sandra Hauber, Zweite Bürgermeisterin der Bibertstadt und bekennender FCN-Fan, trug ihren Teil zur Zurückeroberung des Rathausschlüssels bei und verkleidete sich als Türke. Eine selbst gebastelte Kleeblatt-Fahne hatte sie ebenfalls im Gepäck. Einzig Dritter Bürgermeister Murat Bülbül zeigte sich „rebellisch“ und erschien nicht wie angeordnet als Frau. Immerhin bewies er Kreativität, bastelte eine Zirndorf-Fahne und versprach eine großzügige Spende an die Cyrenesen.


Bevor der Bürgermeister den Rathausschlüssel, der zu seinem äußersten Missfallen zwischenzeitlich die FCN-Hymne „Die Legende lebt“ als Gravur trägt, wieder zurückerhielt, überzeugte das Stadtoberhaupt mit einer Büttenrede zum Thema Fußballfans. In Versform ließ er die Machtübernahme der Cyrenesen am 13. Januar, mit der zugleich ein schwarz-roter Wind ins städtische Rathaus einzog, Revue passieren und verurteilte humorvoll verpackt, aber doch sehr deutlich die Attacken und Angriffe rivalisierender Fußballfans, schloss aber deutlich in Versform „Meine Liebe, mein Verein wird stets das Fürther Kleeblatt sein“. Ihre Lieblichkeit Patricia I. und seine Tollität Andy II. akzeptierten die bürgermeisterliche Standhaftigkeit und demonstrierten einheitlich „fränkische Fan-Freundschaft“.


Neben Prinzenpaar, Faschingsbütt des Bürgermeisters und der Spannung rund um die Rückeroberung des Rathausschlüssels begeisterten vor allem die Juniorengarde, die Minis und der Showtanz der Kinder mit akrobatischen und schlichtweg entzückenden Tanzeinlagen das Publikum.

Zum krönenden Abschluss der lustigsten Zeit regnete es – leider neben dem ein oder anderen Regentropfen – traditionell Bonbons für die kleinen Besucher.

Quelle Stadt Zirndorf
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