Die Fürther Tafel - 12 Jahre Ausgabestelle Zirndorf

Traudel Cieplik, 1. Vorsitzende der Fürther Tafel e.V., und Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel unterstützen das ehrenamtliche Team rund um Helmut Zahn (r.) bei der Ausgabe von Lebensmitteln an Bedürftige (Foto: Stadt Zirndorf)

ZIRNDORF - Seit 12 Jahren gibt die Fürther Tafel e. V. in der Homburger Straße in Zirndorf Lebensmittel an Bedürftige aus. Zum „unrunden Jubiläum“ unterstützte Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel das ehrenamtliche Ausgabeteam.

Lebensmittel gibt es in der Bundesrepublik allerorts im Überfluss und dennoch können sich zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger Nahrungsmittel aus dem Supermarkt, gerade das so wichtige frische Obst und Gemüse, finanziell einfach nicht leisten. Die Tafeln sammeln deutschlandweit qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen, und geben sie gegen einen symbolischen Betrag an Bedürftige ab. Unterstützt werden sie dabei durch den Lebensmittelhandel, Mitglieder und ehrenamtliche Helfer.

Die Fürther Tafel organisiert fünf Ausgabestellen im Fürther Stadtgebiet. Mit zusätzlichen Ausgabestellen in Cadolzburg, Oberasbach, Roßtal, Stein und Zirndorf wird auch der Landkreis durch das Angebot des mildtätigen Vereins versorgt. In Zirndorf unterstützen rund 13 ehrenamtliche Helfer Helmut Zahn, der als Teamleiter für die Ausgabestelle in Zirndorf verantwortlich ist, donnerstags von 12 bis 13 Uhr bei der Ausgabe von Lebensmitteln an bedürftige Mitbürger. Mehrere Stunden sind die Helfer insgesamt mit Vor- und Nachbereitung der einstündigen Ausgabe beschäftigt. Engagement, das sich aber rentiert: Das Angebot wird rege angenommen, immerhin zählen rund 70 Personen zu den Stammkunden der Zirndorfer Ausgabestelle.

Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel schätzt das ehrenamtliche Engagement der Helferinnen und Helfer sehr. Zum 12-jährigen Bestehen der Zirndorfer Ausgabestelle unterstützte er das Helferteam in der Bibertstadt bereitwillig. „Es ist eine Schande, wie viele einwandfreie Lebensmittel täglich in den Müll wandern, wo sie doch andernorts so dringend gebraucht werden. Die Tafel ist auf Unterstützung angewiesen!“, appelliert das Stadtoberhaupt an die Vernunft und das Gewissen von Gesellschaft und Handel. „Auch für mich ist das eine neue, sehr positive Erfahrung gewesen. Ich hatte erst Bedenken, ob sich die Leute genieren würden, wenn sie mich bei der Ausgabe sehen. Aber das Gegenteil war der Fall, sie haben sich gefreut. Ich bin sehr froh, dass mich Helmut Zahn dazu animiert hat“, begründete der Bürgermeister seinen „Sozialdienst“ bei der Tafel.

Quelle: Stadt Zirndorf
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.