Und nach dem Profisport?
ESM-Academy ebnet den Weg für die Anschlusskarriere

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Profisportler können ihren Beruf im Gegensatz zu anderen Arbeitnehmern meist nicht bis 60 + ausüben. Das Ende der Profikarriere kommt für einige überraschend (beispielsweise aufgrund von Verletzungen), für andere ist es ein geplanter Schritt. Doch was kommt danach, wenn die (sportliche) Routine fehlt und die Einnahmequellen versiegen? Viele ehemalige Profisportler meistern den Schritt hervorragend, andere straucheln und haben Probleme, sich in der Welt außerhalb des Profisports zurechtzufinden. Orientierungshilfe gibt es von ehemaligen Kollegen und anderen Profis. In Mittelfranken hat es sich die ESM-Academy zur Aufgabe gemacht, den Weg für die Anschlusskarriere zu ebnen. Sie unterstützt Leistungssportler darin, im Anschluss an ihre Profikarriere einen Weg im Sportmanagement einzuschlagen.

Niemand bleibt ewig Leistungssportler

Der Alltag von Profisportlern ist streng organisiert und meist nahezu minutengenau durchgetaktet. Für Freizeit bleibt neben Training, Wettkämpfen, Sponsorenterminen und Co. kaum Zeit. Für den Körper eine echte Herausforderung, denn er muss bei Spitzensportlern viel leisten. Um das hohe Niveau bei Wettkämpfen halten zu können, verzichten Sportler auf viel und halten sich an strenge Ernährungs- und Trainingsvorgaben.

Irgendwann ist der Körper aber nicht mehr auf dem höchsten Leistungsniveau und kann einfach nicht mehr. Das Karriereende bei Spitzensportlern droht deshalb häufig zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Trotz enormen Trainingsaufwands lassen Spritzigkeit und Agilität mit zunehmendem Alter nach; der Konkurrenzdruck mit jüngeren Spitzensportlern wächst.

Viele Profisportler wollen das häufig nicht wahrhaben und zögern das unvermeidbare Karriereende heraus. Bestes Beispiel dafür ist der Ex-Bayern-Profi Arjen Robben. Während seiner aktiven Karriere gewann er unzählige Titel. Er wurde mit dem FC Bayern München fünfmal deutscher Pokalsieger und achtmal Deutscher Meister. Außerdem konnte er sich den Champions-League-Sieg mit den Bayern sichern. Darüber hinaus wurde er niederländischer Meister, niederländischer Superpokalsieger, englischer Superpokalsieger und vieles mehr. Solch eine einzigartige Karriere zu beenden, fällt nicht leicht. 2019 hing Robben seine Fußballschuhe an den Nagel und verließ den FC Bayern München. Karriereende mit 35+.

Doch Robben kehrte nach wenigen Jahren Fußballpause zurück und kickte noch einmal bei seinem einstigen Verein FC Groningen, in dem er seine Karriere bereits in der Jugend startete. Für zwei Saisons kehrte das Ausnahmetalent auf den Fußballplatz zurück, beendete jedoch schließlich mit 37 Jahren seine beispiellose Karriere.

Viele Profisportler treffen die Entscheidung über das Karriereaus nicht selbst. Christoph Preuß, Sebastian Deisler, Willy Sagnol und andere Sportler mussten verletzungsbedingt aufgeben. Häufig folgt Planlosigkeit, was nach der Karriere passiert. Wie verdient man seinen Lebensunterhalt, wie wird der Tag gestaltet? Einige Sportler meistern diese Aufgabe und suchen sich neue Herausforderungen, andere scheitern daran und finden sich zunächst nur mühsam im neuen Leben außerhalb des Sports zurecht.

Ist Sportkommentator die einzige Option?

Viele ehemalige Profis stellen ihre Expertise in Kommentatorenpositionen in TV und Radio zur Verfügung. Doch es gibt auch andere abwechslungsreiche Jobmöglichkeiten für ehemalige Sportprofis. Oliver Kahn beispielsweise verlieh sein Konterfei als Werbefigur und wurde Aushängeschild eines Sportwettenanbieters. Die besten Wettanbieter kennen ihre Zielgruppe genau und arbeiten daher meist mit Sportlern oder Funktionären zusammen.

Auch abseits der Kameras gibt es viele sportliche Alternativen. Ex-Fußballer Arjen Robben wird künftig als Trainer in Erscheinung treten. Andere Profis beschreiben den Weg eines Sportmanagers und drücken dafür noch einmal wie bei der ESM Academy die Schulbank. Viele ehemalige Profis finden sich auch in beratender oder leitender Funktion beim Deutschen Fußballbund oder Fußballvereinen wieder. Oliver Bierhoff beispielsweise war nicht nur als Rekord-Nationalspieler erfolgreich, sondern leitet seit 2018 als Direktor der Nationalmannschaft die Geschicke des Teams. Seit 2022 ist er sogar Geschäftsführer der Akademie und Nationalmannschaft.

ESM-Academy: Weichen stellen für die Anschlusskarriere

Die ESM-Academy mit Sitz in Nürnberg bietet ein einzigartiges Konzept. Aktive Profisportler und Sportbegeisterte können mithilfe des flexiblen Lernkonzeptes in zwei Semestern zum Sport-Manager werden. Sämtliche Inhalte werden mit Sportbezug vermittelt und sind online abrufbar. Egal wann und wo – Blended Learning ist überall möglich.

Flexibilität wird hier großgeschrieben, denn neben den individuellen Zulassungsvoraussetzungen lassen sich individuelle Prüfungstermine vereinbaren. Persönliches Mentoring und ein großes sportliches Netzwerk machen die Angebote der ESM-Academy einzigartig. Studierende werden mit ihren Fragen, auch über das Studienende hinaus, nicht allein gelassen. Der Mentor dient nicht nur als Unterstützung beim Lernen, sondern fungiert auch als Motivator, Ansprechpartner und Karriereberater für die Zukunft. Mithilfe des umfangreichen Netzwerkes fällt der spätere Einstieg in das Sportmanagement deutlich einfacher, denn die Akademie bietet Zugang zu Vollzeitstellen, Praktika oder Trainingsposten. Auf diese Weise können Absolvierende selbst herausfinden, welche Richtung sie nach ihrem Abschluss einschlagen möchten.

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Spitzensportler, die den Absprung geschafft haben

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ (Sepp Herberger). Nach der Fußballkarriere ist vor dem neuen Lebensabschnitt. Immer mehr Fußballer bereiten sich bewusst auf ihr Karriereende vor und schaffen sich ein zweites Standbein. Die Erfolgsgeschichten der ESM-Academy zeigen, dass Weiterbildung im sportlichen Bereich zur Weichenstellung der Zukunft immer wichtiger wird. Der Ex-Schweizer-Profi-Basketballer Alessandro Verga beispielsweise absolvierte sein Sportmanagement-Studium an der Akademie und ist heute Schulprojektleiter für Basketball in Bremen. Zusätzlich bringt er sein erworbenes Wissen in der Spielerberatungsagentur Assistency Group ein und unterstützt Basketballspieler Vertragsverhandlungen.

Cacau nutzte das Karriereende als parallelen Kickstart für das Sportmanagement Studium. Sein Wissen brachte er mehrere Jahre als Integrationsbotschafter bzw. Integrationsbeauftragter beim DFB ein. Seit 2021 ist er sogar Geschäftsführer der Sportagentur Ness & Network GmbH.

Ex-Fußballprofi Stefan Kießling ist in Leverkusen eine wahre Ikone. Er stand nicht nur über 400-mal auf dem Platz, sondern erzielte unzählige Tore. Nach erfolgreichem Absolvieren des Sportmanagement-Studiums steht er als Assistent der Geschäftsführung nach wie vor in Diensten des Bayer 04.

René Adler absolvierte das Sportmanagement-Studium bereits während seiner aktiven Zeit. Sein Wissen nutzte er, um in T1tan (dem Experten für Torwarthandschuhe) einzusteigen und seine Expertise aus jahrelanger Berufserfahrung und Studieninhalten einzubringen.

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Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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