„Beste Pflanzzeit": Abteilung Stadtgrün setzt aktuell noch ein paar Dutzend Bäume

Auch in dieser Saison sind rund 40 Bäume zu setzen: Leon Prell, Hans-Josef Werner und Christoph Kintopp (v.l.n.r.) legen gemeinsam Hand an. Foto: Uwe Müller
  • Auch in dieser Saison sind rund 40 Bäume zu setzen: Leon Prell, Hans-Josef Werner und Christoph Kintopp (v.l.n.r.) legen gemeinsam Hand an. Foto: Uwe Müller
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ERLANGEN (mue) - Bäume pflanzen um diese Jahreszeit? Und bei diesem Wetter? Laut Christoph Kintopp, Sachgebietsleiter für Grünflächenunterhalt bei der kommunalen Abteilung Stadtgrün, könnte es optimaler kaum sein.

„Momentan befinden sich die Bäume praktisch in einer Art Winterschlaf, der so genannten Vegetationsruhe. Das bedeutet, dass sie kein oder nur wenig Laub sowie insgesamt vergleichsweise wenig Bedarf an Wasser und Nährstoffen haben. Dadurch können wir ihren jeweiligen Standort bestens vorbereiten und sie setzen, bevor sie im Frühjahr quasi aus ihrem Dämmerschlaf erwachen und sich sogleich entfalten“. Dann, so fährt er fort, beginnt die Zeit der intensiven Pflege, weshalb es sogar manchmal notwendig sein kann, selbst bei Regenwetter noch zu gießen.

Immer mehr nicht heimische Baumarten

Mit seinen knapp 70 Leuten im Sachgebiet ist Christoph Kintopp vordergründig für die Pflege und den Erhalt von Grünflächen verantwortlich. Dabei geht es nicht nur um den Erlanger Schlossgarten oder sonstige Park- und Gartenanlagen – auch Schmuckbeete in der Innenstadt oder Pflanzkübel in der Fußgängerzone fallen in den Aufgabenbereich. Was die wenigsten wissen: Auch auf Spielplätzen wird schon einmal der Sand getauscht oder gereinigt – denn was muss, das muss. Alles in allem gilt es, im Stadtgebiet zirka 350 Hektar an Grünflächen zu pflegen – Rasen zu mähen, Sträucher und Hecken zu schneiden, Laub zu entfernen und wo nötig auch etwas nachzupflanzen. Letzteres immer im Frühjahr und (Spät-)Herbst, pro Saison müssen zum Beispiel zirka 40 abgestorbene oder aus Notwendigkeit heraus gefällte Bäume ersetzt werden. Stolze 1.500 Exemplare sind es, die jährlich insgesamt gepflegt – vorrangig gegossen – werden, wobei pro Gießgang und Baum knapp 200 Liter veranschlagt werden, was dann für ungefähr zehn Tage reicht. Gepflegt wird alles vom Ahorn bis zur Ulme, und auch immer mehr nicht heimische Baumarten sieht man in Erlangen, beispielsweise die Zerr-Eiche aus Kleinasien / Südeuropa oder die Magnolie aus Japan. Wichtig ist, dass die Bäume weitestgehend klimatolerant sind und Umwelteinflüsse gut wegstecken. In der Regel wird aus ungefähr 30 Baumarten gewählt, die dann nach Bedarf aus dem Angebot regionaler Baumschulen abgerufen werden. In der aktuell laufenden Saison ist es notwendig, im Stadtgebiet exakt 42 Stück fachmännisch neu zu setzen. Und dann heißt es hoffen – hoffen, dass kein Frost kommt, denn, so Christoph Kintopp, „... diese Gefahr besteht jetzt natürlich immer.“

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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